Freitag 19. Oktober 2018

Erste PV-Potenzialanalyse für die Region Hochrhein-Bodensee zeigt erhebliches Zubauvolumen auf

Eine erste Gegenüberstellung des Photovoltaik(PV)-Potenzials auf Dachflächen in den drei Landkreisen Lörrach, Waldshut und Konstanz mit den jeweils angeschlossenenen Photovoltaik-Leistungen zeigt ein enormes PV-Volumen auf, das noch installiert werden kann.

Demnach sind in den drei Landkreisen nur zwischen 15 und 25% des gesamten Potenzials ausgeschöpft. Grundlage der Erhebung sind zum Einen die Potenzialdaten des Baden-Württembergischen Energieatlas, den die LUBW veröffentlicht (https://www.energieatlas-bw.de/sonne/dachflachen/potenzial-dachflachenanlagen). Die Leistungsdaten der bereits angeschlossenen PV-Kraftwerke wurden den Daten der Bundesnetzagentur entnommen.
Die eingeschränkte Vergleichbarkeit der Daten (beide Datenquellen haben unterschiedliche Bezugsjahre und Erhebungsmethoden) ist bekannt. Auch wurden lokale spezifische Erfordernisse der Verteilnetzbetreiber nicht berücksichtigt. Tendenziell ist das Zubaupotenzial aber als noch höher einzustufen, als das die Daten momentan aussagen.
Für die Handwerksbetriebe der Region, die PV-Installationen anbieten, und die Immobilieneigentümer*innen, die ihren eigenen Strom aus Photovoltaik vom eigenen Dach erzeugen wollen, ist das eine sehr gute Nachricht.

Freitag 12. Oktober 2018

Erstes Vernetzungstreffen aller "Regionalen Photovoltaik-Initiativen" im Land

Im Gebäude des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW e.V.) in Stuttgart fand unter Koordination der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) und des Solarcluster e.V. am Freitag, den 12.10. das erste Vernetzungstreffen aller Regionalen Photovoltaik-Initiativen des Landes statt.

Ziel dieses Treffens war das Kennenlernen aller Projektbeteiligten, ein erster Wissens- und Erfahrungsaustausch der Teilnehmer*innen sowie der Aufbau funktionaler Kommunikationsstrukturen. Erste Projektansätze und -erfolge wurden präsentiert und ein stimmiges Kommunikationskonzept vorgestellt. Mit diesen im Projektzeitraum halbjährlich stattfindenden Treffen wird sichergestellt, dass jede Initiative schneller aus Erfolgen und Misserfolgen anderer Initiativen lernt und alle Räder nicht individuell neu erfunden werden müssen. Somit ist eine gleichbleibend hohe Projektqualität und der effiziente Einsatz der Fördergelder über den Förderzeitraum gewährleistet.

Freitag 31. August 2018

Startschuss für das Projekt "Regionale Photovoltaik-Netzwerke" erfolgt

Für das Projekt “Regionale Photovoltaik-Netzwerke” in der Region Hochrhein-Bodensee liegt nun die Förderzusage des Landes Baden-Württemberg vor. Zusammen mit zahlreichen Kooperationspartnern aus Wissenschaft, Forschung, Handwerk und Verbänden wird die Energieagentur des Landkreises Lörrach die Nutzung der Photovoltaik in der Region weiter stimulieren.

Gegenstand des Projekts wird dabei die intensive und ausführliche Information von Privatpersonen, Kommunen, Unternehmen und Wohnungswirtschaft zur CO2-freien Stromerzeugung aus Photovoltaik sein. Zentrale Aspekte dabei sind die Identifikation und der Abbau von bestehenden Hemmnissen, die Investitionen in in neue Anlagen verhindern. Insbesondere soll das hohe energetische und wirtschaftliche Potenzial, das die Photovoltaik in unserer Region auf vorhandenen Gebäudedächern bietet, in den Vordergrund gestellt werden. „Wir wollen Impulse setzen für mehr Aufklärung und Motivation, gezielt die Akteure in der Region zusammenbringen und der Energiewende einen zusätzlichen Schub geben. Es gibt viele Möglichkeiten, die sich finanziell rentieren, diese wollen wir aufzeigen und die Menschen überzeugen, aktiv zu werden“, so Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur des Landkreises Lörrach.
Hierfür stellt das Land in den nächsten drei Jahren einen Betrag von 180.000 € zur Verfügung, der durch Mittel der Energieagentur weiter ergänzt wird.
Die Landräte der Kreise Lörrach und Waldshut begrüßen das Projekt ausdrücklich: „Unsere Region ist wie wenige andere Regionen von der Sonne verwöhnt. Jede zusätzliche Photovoltaik-Anlage ist ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz, zur dezentralen Energieversorgung und nicht zuletzt zur regionalen Wertschöpfung. Ich bin zuversichtlich, dass als Folge des Projekts der PV-Anteil an der Stromerzeugung weiter steigen wird“, so Landrätin Marion Dammann, und Landrat Dr. Martin Kistler ergänzt: „Wir wollen das energiepolitische Engagement beider Landkreise, das wir mit dem European Energy Award bereits systematisch vorantreiben, gemeinsam weiter ausbauen und freuen uns, dass wir dabei auf zusätzliche Fördermittel des Landes zurückgreifen können, die den Bürgern, Kommunen und Unternehmen zu Gute kommen.“
Weitere wichtige Aspekte des Projektes werden die Information über die rechtlichen Rahmenbedingungen sein, die für Planung, Installation und Betrieb zu beachten sind. Auch wird über die verschiedenen Möglichkeiten informiert werden, wie Kommunen, Unternehmen und Bürgergenossenschaften gemeinsame PV-Projekte entwickeln können.
Hierzu sind flächendeckend Workshops, Fachvorträge und Kampagnen für unterschiedliche Zielgruppen geplant. Die Energieagentur wird ab Oktober dieses Jahres mit verschiedenen Angeboten in das Projekt starten und aktiv auf die Akteure der Region zugehen.

Freitag 13. April 2018

Die wichtigsten Schritte zur effizienten Heizung

Der Frühling ist die beste Zeit, um mit ineffizientem Heizen Schluss zu machen und mit der Planung einer neuen Heizung zu beginnen.

Kooperation VZ_EA LKR LÖ

Lörrach, 12.04.2018 – Der Energiebedarf eines Haushaltes sinkt durch die Optimierung der Heizungsanlage enorm. Im Folgenden werden die fünf wichtigsten Maßnahmen zur Modernisierung einer Heizungsanlage aufgelistet:

1. Ein effizienter Heizkessel:
Erhebungen der Energieberatung der Verbraucherzentrale ergaben, dass allein der Austausch eines alten Heizkessels gegen einen zeitgemäßen den Brennstoffverbrauch durchschnittlich um 15 Prozent reduziert.

Die Kombination mit zusätzlichen Maßnahmen kann das Einsparpotenzial um weitere 15 Prozent steigern. Daher sollte beim Einbau eines neuen Heizkessels stets die gesamte Anlage optimiert werden:

2. Der hydraulische Abgleich:
Mit dem hydraulischen Abgleich passt der Fachmann den Heizwasserdurchfluss für alle Heizkörper so an, dass jeder Heizkörper genau die Menge an Heizungswasser erhält, die er zum Heizen des Raums braucht.

3. Eine effiziente Umwälzpumpe:
Der Einbau von Hocheffizienzpumpen verringert den Energieverbrauch weiter. Werden alte Umwälzpumpen ersetzt, reduziert das den Stromverbrauch der Heizung um bis zu 80 Prozent.

4. Die richtige Einstellung:
Ist der Fachmann einmal im Haus, sollte er auch die Regelungseinstellungen optimieren. Eine Heizung, die auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt ist, verbraucht deutlich weniger Öl bzw. Gas als eine, die mit Werkseinstellungen läuft.

5. Gut eingepackt:
Eine vollständige und ausreichend dicke Dämmung der Rohre und Armaturen erhöht die Effizienz der Heizung ebenfalls. Ist die Dämmung nicht schon beim Einbau der Heizanlage erfolgt, kann auch nachträglich gedämmt werden. Es gibt Anlagen, bei denen der Wärmeverlust die Hälfte des eingesetzten Brennstoffs ausmacht. Diese Dämmmaßnahme rechnet sich in der Regel nach einer Heizperiode.

Das konkrete Einsparpotenzial eines Haushaltes kann nur individuell eingeschätzt werden. Unterstützung finden Verbraucher bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach.

Erkennen von veralteter Technik
Tätig sollten vor allem die Verbraucher werden, die sehr hohe Temperaturen im Heizraum haben. Oft sind die fehlende Dämmung oder zu hohe Systemtemperaturen die Auslöser. Auch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen in Wohnräumen legen den Optimierungsbedarf einer Heizung nahe. Strömungsgeräusche und ein auffälliger Wasserverlust sowie Heizkessel mit dem Effizienzlabel Klasse C oder schlechter lassen ebenfalls auf eine veraltete Heiztechnik schließen. Seit 2016 müssen Schornsteinfeger Heizkessel mit entsprechendem Effizienzlabel kennzeichnen.

Weitere Aspekte der Heizanlagen-Optimierung
Gas- oder Ölheizungen lassen sich mit einer Solarkollektoranlage ergänzen, so dass fossile Brennstoffe eingespart werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Alternativen zu Öl- und Gasheizungen wie Pellet-Heizungen, Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerke.

Förderung für effiziente Heizungsanlagen
Die KfW Bankengruppe und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern Investitionen in effiziente Heiztechnik. Sowohl neue Heizungen wie auch die Optimierung bestehender Anlagen werden begünstigt. Die Art der Unterstützung variiert zwischen Zuschüssen und verbilligten Darlehen mit Tilgungszuschuss.
Die Förderprogramme mit den jeweiligen Bedingungen sind so komplex wie die Entscheidung für eine individuell geeignete Heizungsanlage. Die Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach helfen kompetent und anbieterneutral, die besten Förderungen sowie die passende Heizungsanlage zu finden.

Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 – 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Donnerstag 08. März 2018

4 Tipps gegen Schimmel in Wohnräumen

Wer Schimmel entdeckt, muss schnell handeln! Was Verbraucher tun können, erfahren Sie hier

Kooperation VZ_EA LKR LÖ

Lörrach, 08.03.2018 – Gerade im Winter haben viele Menschen in Wohnungen und Häusern mit Schimmelproblemen zu kämpfen. Schimmel entsteht, beispielsweise wenn Wände oder Decken feucht werden. Tapeten, Anstriche und poröse Baustoffe bilden dann zusammen mit Feuchtigkeit den Nährboden für diese speziellen Pilzarten. „Schimmel sieht nicht nur unschön aus, er kann auch allergische Reaktionen und gesundheitliche Belastungen auslösen“, erklärt Dr. Erika Höcker, Expertin der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach. Wer Schimmel entdeckt, muss schnell handeln! Was Verbraucher tun können:

1. Schnell beseitigen: Um zu verhindern, dass sich die Pilze weiter ausbreiten, sollten Schimmelschäden möglichst schnell beseitigt werden. Oberflächliche Schäden mit geringem Umfang (bis etwa 0,5 m²) können selbst beseitigt werden wenn Sie nicht allergisch auf Schimmelpilze reagieren. Verwenden Sie dabei immer eine angemessene Schutzausrüstung (Schutzbrille, Atemschutz und Handschuhe). Bei größeren Schäden sollte eine Fachfirma hinzugezogen werden.

2. Ursache klären: „Auslöser für Schimmel können zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen, bauliche Ursachen wie, mangelnder Wärmeschutz oder Wärmebrücken und eindringende Feuchtigkeit von außen sein“, erläutert Dr. Erika Höcker. In jedem Fall sollte die Ursache ermittelt werden, damit der Schaden dauerhaft beseitigt werden kann. Nur so lassen sich zukünftige Schäden vermieden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale berät Betroffene dazu. Auch wenn Schimmel in Mietwohnungen oft zu Konflikten mit Vermietern führt, müssen Mieter ihren Vermieter auf jeden Fall über den Schimmelbefall informieren.

3. Räume richtig nutzen:

  • Richtig Lüften: Mit regelmäßigem Lüften verringern Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung. Am besten lässt sich der Erfolg des Lüftens durch ein Thermo-Hygrometer kontrollieren. Schimmelprobleme können jedoch auch bei ausreichendem Lüften auftreten. Dann sind möglicherweise Baumängel die Ursache.
  • Richtig Heizen: Durch ausreichendes Heizen lässt sich das Risiko für die Schimmelbildung senken. Die Raumtemperatur sollte auch in wenig beheizten Wohnräumen nicht weniger als 16 Grad Celsius betragen.
  • Richtig Möblieren und Dekorieren: Stehen Möbel und Dekoration zu nahe an kalten Wänden, verhindern sie, dass sich die Wand erwärmen und Luft ausgetauscht werden kann. Als Folge kann beispielsweise an der Rückseite von Schränken Schimmel entstehen. Stellen Sie Möbel und Deko-Objekte daher mit fünf bis zehn Zentimeter Abstand zur Wand auf.

4. Bauliche Maßnahmen umsetzen: Nachträgliche Wärmedämmungen können das Schimmelrisiko erheblich senken. Der nachträgliche Einbau von Lüftungstechnik sorgt außerdem dafür, dass Wohnräume auch dann mit Frischluft versorgt sind, wenn Sie längere Zeit nicht im Haus sind. Privatpersonen erhalten bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale individuelle Empfehlungen für den Schutz vor Schimmel. Bei baulichen Verbesserungen bekommen Ratsuchende Informationen zur Umsetzung, zu den Kosten und zu möglichen Förderprogrammen des Staates.

Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Die Berate-rinnen und Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommens-schwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter
0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Montag 29. Januar 2018

Immer wieder rätselhaft - die Heizkostenabrechnung

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hilft bei zu hohen Heizkosten

Kooperation VZ_EA LKR LÖ

Lörrach, 25.01.2018 – Der Schock sitzt, wenn Vermieter oder Energieanbieter mit der Jahresabrechnung gleich mehrere Hundert Euro Heizkosten erstattet haben will. Für Viele ein Grund, sich die Zahlen etwas genauer anzusehen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hilft Mietern, den Ursachen für eine hohe Heizkostenabrechnung auf den Grund zu gehen, analysiert die Heizkostenabrechnung und zeigt Sparpotenziale auf.

„Manchmal zahlen Mieter zu viel, weil Heizungsanlagen veraltet oder Häuser nicht ausreichend wärmegedämmt sind“, so Mathias Muschal von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach. Welche Fehlerquelle Mieter auch vermuten: „Bei Unklarheiten in der Heizkostenabrechnung sollten Verbraucher sich unabhängigen Rat holen“, der Experte.

Bevor sie unklare Rechnungen begleichen, können Verbraucher alle Fragen zu Kosten und Heizungstechnik von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg klären lassen. Die Energieexperten prüfen zunächst, ob die Abrechnungen auch sachlich richtig sind, also ob es Abrechnungsfehler gibt und ob die einzelnen Kosten zulässig und plausibel sind. Oft finden die Experten dabei fehlerhafte Ablesedaten, falsche Verteilerschlüssel oder fehlende Angaben zu Schätzverfahren. Mit diesem Wissen können Verbraucher die falsche Abrechnung reklamieren.

Nach Analyse der Heizkostenabrechnung helfen die Experten, Sparpotenziale im Verbrauchsverhalten zu finden. Fast immer finden sich dabei Wege, wie Verbraucher ihre Heizkosten senken können, ohne dass der Wohnkomfort dabei verloren geht. Dies gelingt zum Beispiel mithilfe leicht umsetzbarer Tipps zum effektiven Heizen und Lüften. Je nach Gegebenheit der Wohnung erhalten Verbraucher von den Beratern auch Ratschläge zur passenden Heiztechnik, zu sinnvollen bautechnischen Maßnahmen oder zum richtigen Heiz- und Lüftungsverhalten.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale beantwortet alle Fragen rund um die Themen Heizkostenabrechnung, Heizen und den effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten: online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informiert anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Beratungstermine sind unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Dienstag 16. Januar 2018

Kommunaler Klimaschutz: Städte und Gemeinden zukunftsfähig machen - Einstiegsberatung wird seit Januar wieder gefördert

Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA informiert. Leingarten und Untereisesheim haben Einstiegsberatung erfolgreich genutzt. Lesen Sie hier mehr

Kommunaler Klimaschutz bringt Städte und Gemeinden voran und macht sie zukunftsfähig. Ein Einstieg zahlt sich derzeit besonders aus. Darauf weist das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg hin. Seit 1. Januar fördert der Bund die Einstiegsberatung in den kommunalen Klimaschutz wieder mit bis zu 65 Prozent. Es lohnt sich, wie die Beispielkommunen Leingarten und Untereisesheim in Baden-Württemberg zeigen: Die Kommunen betreiben erfolgreich Klima-schutz und können viele Erfolge vorweisen; angefangen haben sie mit einer Einstiegsberatung.

Kommunaler Klimaschutz dient nicht nur der Umwelt. Klimaschutzkommunen treiben die Erneuerung der Infrastruktur bei Stromversorgung, Gebäuden und Verkehr voran, senken ihre Energiekosten, machen sich unabhängiger von Energieimporten und halten Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region. In Baden-Württemberg engagieren sich bereits viele Städte, Gemeinden und Landkreise auf diesem Gebiet: Über 200 sind dem Klimaschutzpakt zwischen dem Land und den kommunalen Landesverbänden beigetreten und möchten ihre Aktivitäten in diesem Bereich weiterentwickeln. Oft fehlt es aber dabei an einer systematischen Herangehensweise. So bleiben viele Potenziale zur Verminderung der CO2-Emissionen ungenutzt.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum kommunalen Klimaschutz und dessen Fördermöglichkeiten.

Montag 18. Dezember 2017

Halbzeit beim Adventskalender der Energieagentur Landkreis Lörrach

Der Adventskalender der Energieagentur Landkreis Lörrach birgt viele Überraschungen: 122 nachhaltige Preise im Wert von rund 3.500 Euro warten auf Gewinner. Spielen Sie bis 31.12. auch nachträglich mit!

Adventskalender 2017

Zur Halbzeit hält der Adventskalender der Energieagentur Landkreis Lörrach noch alle 122 Gewinne bereit. Klimafreundliche, attraktive Preise wie ein Raumtemperatur-Set, ein Solar-Ladegerät, Sonnengläser, zahlreiche Upcycling-Produkte, interessante Bücher, Gutscheine für Energieberatung und vieles mehr warten auf neue Besitzer. Gesamtwert: rund 3.500 Euro. Und: Die Türen bleiben sogar bis zum 31. Dezember geöffnet.

Wer die Antwort auf die jeweilige Quizfrage zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energiesparen weiß, kann an der Verlosung teilnehmen – auch nachträglich. Ein Highlight verbirgt sich in Tür 24: Wer gewinnt, darf Landesumweltminister Franz Untersteller MdL einen Tag lang zu seinen Terminen begleiten.

Falls es mit der richtigen Antwort nicht gleich klappt, geht es einfach wieder von vorne los. Alle Türchen lassen sich bis einschließlich 31. Dezember zum Mitspielen öffnen – so lange besteht also die Chance auf einen der tollen Gewinne. Deren Verlosung findet im Januar statt.

Losklicken, Frage beantworten und mitspielen: Adventskalender

Sie wollen zu Hause, im Verein oder im Betrieb mit dem Energiesparen beginnen? Fragen Sie Ihre Energieagentur Landkreis Lörrach nach energetischer Sanierung, erneuerbaren Energien und den Fördermöglichkeiten. Die unabhängigen Fachleute geben Ihnen bei der kostenlosen Erstberatung wertvolle Tipps.

Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
79539 Lörrach

Telefon: +49 (0)7621 161617-0
Fax: +49 (0)7621 161617-9
E-Mail: info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Freitag 01. Dezember 2017

122 nachhaltige Gewinne in unserem Adventskalender

Öffnen Sie ab dem 1. Dezember die Türchen unseres Adventskalenders!

Adventskalender 2017

Was bedeutet Urban Gardening, warum sind Coffee-to-go-Becher umweltschädlich? Wie kann ich täglich Strom sparen und was lässt sich aus alten Zementsäcken herstellen? Beantworten Sie ab 1. Dezember täglich eine Quizfrage zu Klimaschutzthemen und gewinnen Sie einen von 122 attraktiven Preisen im Wert von 3.500 Euro. Darunter sind LEDs, Bücher, ein Solar-Ladegerät, Upcycling-Produkte, Bio-Brotboxen, Dauer-Kaffeebecher und hochwertiges Recycling-Druckerpapier. Und wer bis zum 24.12. durchhält, begleitet mit etwas Glück Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller MdL einen Tag lang bei seinen Terminen.

Klicken Sie am 1. Dezember los! Bis einschließlich 31. Dezember 2017 bleiben alle Türen offen. Und: Sie müssen nicht „Einstein“ heißen, um die Antworten zu finden.

Montag 06. November 2017

Strom und Wärme – Experten in Grenzacher Wohnzimmern

Einrichtung einer Beratungsstelle „Energie“ in Grenzach – Gutscheinaktion

Gleich zwei neue Anlaufstellen haben Bürger aus Grenzach ab November beim
Thema Energie. In der Gemeindebücherei (Jacob-Burckhardt-Straße 8) richtet die
Verbraucherzentrale Baden-Württemberg einen Beratungsstützpunkt ein. Für
Bewohner des Quartiers „Neue Mitte“ übernimmt die Stadt die Kosten für die
stationäre Beratung. Ab dem 6. November 2017 ist die Beratungsstelle alle 14 Tage Montagnachmittags geöffnet. Die Anmeldung ist über die Hotline der
Verbraucherzentrale (Tel 0800 – 809 802 400) möglich.

Parallel startet die Gutscheinaktion – alle Haushalte im Quartier bekommen
Gelegenheit zu einem kostenfreien Energie-Check bei sich vor Ort. Verfügbar sind
sowohl Basis-Checks, bei denen insbesondere der Stromverbrauch ins Visier
genommen wird, als auch Gebäude-Checks, die auch eine Beurteilung der
Heizungsanlage und Gebäudehülle sowie Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer
Energien beinhalten.

Die Beratungsleistungen werden im Rahmen des Quartierskonzepts „Neue Mitte
Grenzach“ in Kooperation mit der Energieagentur Landkreis Lörrach angeboten. Die
Gemeinde Grenzach-Wyhlen hat das Quartierskonzept beauftragt, um Wege in eine
zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung aufzuzeigen. Dafür setzt sie auf
die Unterstützung durch die Bürger – bei der Datenerhebung, aber auch im
Partizipationsprozess. Für Bürgermeister Dr. Tobias Benz, eine Win-Win-Situation.
„Wir schaffen mit dieser Beratungsstelle ein Angebot, dass nicht nur im Quartier,
sondern in ganz Grenzach Wirkung entfalten soll. Und als Dankeschön für die
Unterstützung beim Quartierskonzept werden alle Bürger aus dem Quartier „Neue
Mitte“ kostenlos beraten“, führt der Bürgermeister aus.

„Wir hoffen, dass möglichst viele Grenzacher Bürger unser Angebot wahrnehmen.
Eine Einstiegsberatung kann Potenziale für die Senkung des eigenen
Energieverbrauchs ermitteln und die nächsten Schritte aufzeigen. Im Rahmen der
Beratung helfen die Berater auch gerne beim Ausfüllen der Fragebögen, die im
Rahmen des Quartierskonzepts versandt wurden“, so Jan Münster, Geschäftsführer
der Energieagentur.

Weitere Informationen über das Quartierskonzept erhalten Sie unter www.grenzach-wyhlen.de/quartierskonzept

Montag 30. Oktober 2017

Karte zeigt das Solarpotenzial jeder Dachfläche

Energieagentur empfiehlt: Richten Sie vor dem Winter Ihren Blick einmal nach oben!

PV Eignung Rheinfelden Karte

Ob sich eine Dachfläche überhaupt eignet, um aus Sonne Strom zu machen, zeigt der Solarpotenzialatlas der LUBW – hier beispielhaft für Rheinfelden. Konkrete Empfehlungen gibt es bei der unabhängigen Energieagentur Landkreis Lörrach.

Viele Menschen denken darüber nach, ihr Dach mit Photovoltaik zu bestücken. Aber: Lohnt sich das denn auch? Die allererste Frage, nämlich ob sich die Dachfläche überhaupt dafür eignet, beantwortet Interessierten der Solarpotenzialatlas der LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg). Auf einer Karte sind die Dächer aller baden-württembergischen Gebäude nach ihrer Eignungsklasse farblich markiert. Hat das Dach ein hohes Solarpotenzial, können Eigentümerin oder Eigentümer gleich zum nächsten Schritt übergehen: einer konkreten Beratung durch die unabhängige Energieagentur Landkreis Lörrach. Weitere Karten der LUBW zeigen etwa, welche Freiflächen sich zum Aufstellen von Photovoltaikmodulen eignen oder wo in Baden-Württemberg es bereits Solaranlagen gibt.

Wer eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach errichten möchte, muss einige Dinge beachten. Zuallererst jedoch wollen Hausbesitzerinnen und –besitzer wissen, ob ihr Gebäude sich für ein solches Vorhaben generell eignet. Eine erste Auskunft darüber gibt online der Solarpotenzialatlas der LUBW. Die Landeseinrichtung hat für jedes Dach in Baden-Württemberg errechnet, ob es das Zeug zum Solardach hat oder eher nicht.

Entscheidend für eine erfolgreich arbeitende Anlage sind der Neigungswinkel des Daches, die Ausrichtung nach der Himmelsrichtung und die ungehinderte Sonneneinstrahlung. Besonders viel Strom gewinnen hierzulande laut Solar Cluster Baden-Württemberg Anlagen auf Süddächern. Die Sonneneinstrahlung ist dort zur Mittagszeit am stärksten. Rentabel sind auch Photovoltaikanlagen, die nach Süd-Ost bis Süd-West ausgerichtet sind. Wer nicht den reinen Solarstromertrag, sondern den Eigenverbrauch maximieren will, richtet die Module übrigens besser nach Osten und Westen aus. So wird der Ertrag in den Morgen- und frühen Abendstunden erzielt: Denn zu dieser Zeit sind die Bewohner im Haus und benötigen Strom. Auf Flachdächern werden die Module in der Regel auf entsprechende Ständer montiert. Damit ist das Solarpotenzial hier etwas kleiner, da nicht die gesamte Dachfläche genutzt werden kann.

Für den Solarertrag spielen zudem mögliche Verschattungen eine Rolle. Diese entstehen beispielweise durch die Geländeform, durch benachbarte Gebäude, Bäume, Aufbauten (zum Beispiel Gauben), Schornsteine oder Antennen. Die Fachleute der LUBW haben diese Elemente bei ihrer Berechnung so weit wie möglich berücksichtigt. Dem Modell liegen Daten aus Laserscans zu Grunde. Weitere Daten und Karten zu erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg finden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Energieatlas der LUBW; so etwa zu Wind, Wasserkraft oder Biomasse.

„Falls sich Ihr Dach laut Karte gut für die Montage von Solarzellen eignet, sollte Ihr nächster Gang der zu einer neutralen Fachberatung sein“, empfiehlt Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur Landkreis Lörrach. „Wir sagen Ihnen, wo es Fördergelder gibt und mit welchen weiteren Maßnahmen Sie Ihr Gebäude energetisch modernisieren können.“

Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
79539 Lörrach
Telefon: +49 (0)7621 161617-0
Fax: +49 (0)7621 161617-9
E-Mail: info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Weiterführende Informationen
LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg:
Solarpotenzialatlas für Dachflächen
Energieatlas Baden-Württemberg

Solar Cluster Baden-Württemberg:
Fakten zur Photovoltaik

Donnerstag 05. Oktober 2017

Energie vom eigenen Dach – auch für Mieter

Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg informiert über Mieterstrom

Kooperation VZ_EA LKR LÖ

Bislang rechnete es sich in Mietshäusern kaum, Strom aus einer Photovoltaikanlage direkt an die Bewohner zu liefern. Zu hoch waren die administrativen, organisatorischen und rechtlichen Hürden, zu gering die Renditen. Das soll sich nun ändern: Das im Sommer verabschiedete Mieterstromgesetz garantiert Anlagenbetreibern in Zukunft einen zusätzlichen Zuschlag für den Strom, den sie direkt an die Mieter liefern.

„Der Zuschlag wird aus der EEG-Umlage finanziert. So können Mieter Sonnenstrom vom eigenen Dach beziehen und zahlen dafür günstigere Preise, weil Netzentgelte, Abgaben sowie Stromsteuer entfallen“, so Michael Maucher, Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Mieter zahlen für den Solarstromanteil vom eigenen Dach höchstens 75 Prozent und für den Gesamtstrombedarf höchstens 90 Prozent des Grundtarifs, der im jeweiligen Netzgebiet üblicherweise gilt.

Für den Mieter gibt es weitere Absicherungen. So ist der Vermieter verpflichtet Strom zu liefern – auch wenn die Sonne nicht scheint und dadurch die Photovoltaikanlage nicht den kompletten Bedarf abdeckt. Zudem darf der Vertrag für Mieterstrom nicht mit dem Mietvertrag gekoppelt sein. Der Mieterstromvertrag ist jährlich kündbar.

Bei weiteren Details und anderen Fragen zu Mieterstrom, Photovoltaikanlagen und dem effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter
0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Dienstag 26. September 2017

Lohnenswerte Investition in die eigene Stromerzeugung

Energieeffizienz allgemein und Eigenstromerzeugung aus Photovoltaik und Blockheizkraftwerken stehen im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung für Unternehmen am 27. September, ab 17 Uhr im Haus Salmegg organisiert von der Kompetenzstelle Energieeffizienz KEFF und der Stadt Rheinfelden (Baden).

KEFF - Logo

Mit Photovoltaik und Blockheizkraftwerken existieren verschiedene wirtschaftliche Möglichkeiten Strom selber zu produzieren. Um Erzeugung und Verbrauch zeitlich zu entkoppeln, können der produzierte Strom sowie die Wärme gespeichert werden. Niedrige Stromgestehungskosten erzeugen attraktive Renditen zudem wird die Umwelt durch die Nutzung von erneuerbaren Energien bzw. effizientere Nutzung der fossilen Brennstoffe geschont.

Bei der Veranstaltung am 27. September in Rheinfelden erfahren Sie noch mehr über das Thema. Herr Florian Anders, Leiter Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung bei der KEA, Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH und Herr Reimar Sauter von IBC Solar AG referieren über die Möglichkeiten Strom selber zu produzieren. Und gehen vor allem auch der Beantwortung der Frage nach „lohnt sich das“. Es werden außerdem Praxisbeispiele vorgestellt, wie Unternehmen energieeffizient produzieren können und welche Möglichkeiten es gibt Energie zu sparen. Dieser Teil richtet sich an Unternehmen, kann aber auch für interessierte Privatpersonen interessant sein.

Der Informationsabend ist kostenfrei. Um eine Anmeldung bei Franziska Kennemann von der KEFF unter franziska.kennemann@keff-bw.de wird gebeten.

Donnerstag 21. September 2017

Welche Förderung können Sanierer und Häuslebauer in Anspruch nehmen?

Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg informiert über aktuelle Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren

Kooperation VZ_EA LKR LÖ

Langfristig rechnen sich gut isolierte Fenster, moderne Dämmung und effiziente Heizungen. Doch bezahlen müssen Immobilienbesitzer sie kurzfristig. Nicht immer reicht das eigene Geld. Kredite und Zuschüsse helfen Wohnungs- und Hausbesitzern beim Sanieren und Energiesparen. Welche Fördergelder Verbraucher beantragen können, erklärt Mathias Muschal, Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach: „Obwohl der Wunsch nach einem Eigenheim in Deutschland hoch ist und auch der Bedarf an altersgerechten und barrierefreien Wohnungen steigt, wissen Verbraucher oft nicht, welche staatlichen Zuschüsse es beim Hausbau und der Gebäudesanierung gibt und wie sie diese beantragen können.“ Dabei fördert der Staat Um- und Ausbau-Maßnahmen auf verschiedenen Wegen.

Wohnungs- oder Hausbesitzer können vor allem auf zwei Förderprogramme der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgreifen. Das eine Programm unterstützt die Eigentümer älterer Wohnhäuser, die den Energieverbrauch senken wollen. Bis zu 100.000 Euro stehen für Sanierungswillige beim Förderprogramm „Energieeffizient sanieren“ bereit. Das zweite KfW-Programm hilft dabei, die Immobilie altersgerecht umzubauen. Der Förderbetrag des Programm „Altersgerecht Umbauen“ liegt bei maximal 50.000 Euro. Allerdings ist der Topf für Zuschüsse beim Programm „Altersgerecht Umbauen“ für dieses Jahr bereits aufgebraucht und neue Anträge für diese Fördermittel können voraussichtlich erst 2018 gestellt werden. Auch wer noch kein Haus besitzt, aber eines bauen möchte, kommt in den Genuss einer Förderung durch die KfW. Der Bau eines KfW-Effizienzhauses wird mit bis zu 100.000 Euro gefördert.

„Wer eine umfangreiche Renovierung, einen Umbau oder eine Sanierung plant, sollte sich in jedem Fall vorab über alle Fördermöglichkeiten informieren. Verbraucher können sich bei der Verbraucherzentrale zu Fördermöglichkeiten beraten lassen.“, rät Muschal. Auch für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien gibt es durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse durch den Staat. „So schonen Wohnungs- oder Hausbesitzer beim Austausch des Heizkessels, der Installation einer Solarthermie-Anlage oder dem Dämmen der Kellerdecke nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel“, so der Energieberater.

Bei weiteren Details und anderen Fragen zu Bundesförderprogrammen und zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter
0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Dienstag 12. September 2017

Energiewendetage in ganz Baden-Württemberg am 16. und 17. September

Lokale Akteure machen Energiethemen lebendig

Energietag

„Einfach machen!“ – Das diesjährige Motto der Energiewendetage lädt lokale Veranstalter dazu ein, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen. Einzige Vorgabe: Alles dreht sich um erneuerbare Energien, Energiesparen und Klimaschutz. Bürgerinnen und Bürger können hautnah dabei sein, denn die Veranstaltungen, Aktionen und Projekte verteilen sich über ganz Baden-Württemberg. Ihr Wissen zu Energiethemen in spannendem Rahmen zu präsentieren und erlebbar zu machen – dazu sind am 16. und 17. September Vereine sowie öffentliche und kommerzielle Veranstalter aufgerufen. Zu den Aktiven zählen auch die regionalen Energieagenturen, die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg, das Informationsprogramm Zukunft Altbau und die Verbraucherzentrale Baden Württemberg. Gemeinsam stehen sie für eine neutrale, kompetente Beratung, wenn es um Energieeffizienz und energetische Gebäudesanierung geht.

Energiewende im Alltag – für viele klingt das noch immer abstrakt, passt nicht zusammen oder scheint zu kompliziert. Um das zu ändern und Energiethemen selbstverständlich werden zu lassen, hat das Umweltministerium des Landes vor elf Jahren die Energiewendetage ins Leben gerufen. Vereine, Kommunen, Unternehmen, Energieagenturen und Stadtwerke zeigen Bürgerinnen und Bürgern ein Wochenende lang, was erneuerbare Energien alles können, wie leicht Energiesparen sein kann und dass Energieeffizienz und Klimaschutz eng zusammengehören. In ganz Baden-Württemberg engagieren sich am 16. und 17. September 2017 zahlreiche Akteure bei Veranstaltungen, Projekten und Aktionen.

Rückblick: Was gab es 2016 zu sehen?

„Im letzten Jahr stand an vielen Orten die Mobilität im Vordergrund“, berichtet Anselm Laube, Berater der Energieagentur. Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten Elektrobikes, Elektroautos und Segways unter die Lupe nehmen. Zum breit gefächerten Angebot trugen themenbezogene Unterrichtsstunden und Aktionstage in Schulen ebenso bei wie die Besichtigungen von Anlagen, die erneuerbare Energien einsetzen. Ein PoetrySlam-Workshop regte zum Nachdenken und Mitmachen an. Umweltminister Franz Untersteller und Staatssekretär André Baumann nahmen an verschiedenen Veranstaltungen und Diskussionen teil.

2017: gut bestückt

Für dieses Jahr haben sich bereits über 230 Veranstalter angemeldet. Neben Besichtigungen etlicher Kraftwerke sowie diverser Messen und Leistungsschauen sind eine Energie-Radtour und ein Energiewende-Parcours angekündigt. Außerdem präsentieren Bürgerenergiegenossenschaften ihre Projekte, und Experten informieren in verschiedenen Vorträgen etwa über eine ökologische Bauweise oder den Einsatz von Sonnenenergie. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sowie das Informationsprogramm Zukunft Altbau und die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg sind 2017 wieder mit einem Stand auf dem Stuttgarter Schloßplatz präsent.
Die Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH wird bei den Murger Energietagen vor Ort sein um Sie gemeinsam mit der Energieagentur Regio Freiburg dem Murger Klimaschutzmanager Maximilian Rüttinger zu den Themen Photovoltaik und Solarthermie zu beraten und Sie durch die Murger Klimaschutzausstellung zu führen.
Weiter Informationen und das genaue Programm zu den Murger Energietagen finden Sie hier.

Wo gibt es Aktionen?

Wer interessiert ist, kann sich auf der Homepage der Energiewendetage umfassend informieren. Wo in der nahen Umgebung Aktionen und Veranstaltungen stattfinden und welche, verrät die Karte der Energiewendetage.

Die Energiewendetage sind ein guter Anlass, um auch zu Hause in puncto Energie nach dem Rechten zu schauen. Informationen zum Energiesparen, zu Energieeffizienz und zu energetischer Sanierung von Gebäuden gibt es das ganze Jahr über uns.

Donnerstag 07. September 2017

Neue Mindestanforderungen für Warmwasser- und Pufferspeicher

Die Verbraucherzentrale und die Energieagentur Landkreis Lörrach zeigen die wichtigsten Änderungen auf

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Warmwasser- und Pufferspeicher sollen noch energieeffizienter werden. Deshalb gelten ab dem 26. September 2017 neue Mindestanforderungen für Warmwasserspeicher bis zu einem Volumen von 2.000 Litern. Die Geräte müssen ab sofort deutlich besser gedämmt sein, damit sie weniger Wärme verlieren und effektiver arbeiten.

Welche Speicher sind betroffen?
Die neuen Dämmvorgaben für Warmwasserspeicher gelten für Puffer-, Kombi- und Trinkwarmwasserspeicher mit einem Inhalt von bis zu 2.000 Litern. Das betrifft alle Bereiche in denen die Speicher in Privathaushalten zum Einsatz kommen – sowohl, wenn es um das Trinkwasser geht, das in Bad und Küche aus dem Wasserhahn kommt, als auch für das Wasser, das durch Heizungsrohre fließt.

Wie stellt man beim Kauf fest, ob der Warmwasser- und Pufferspeicher genug gedämmt ist?
Die Dämmqualität kann der Verbraucher auf dem Energieeffizienzlabel (EU-Label) für Speichergeräte erkennen: Je kleiner der Wert der angegebenen Kilowattstunde, desto besser die Isolierung, da der Grad der Wärmedämmung über den sogenannten Wärmeverlustwert definiert wird. Ohne Isolierung würde sich der erwärmte Speicher wieder schnell abkühlen. Daher sind moderne Speicher mit einer Isolierung aus PU-Schaum, Styropor, Faserflies, Vakuumisolierung oder einer Kombination aus diesen Materialien gedämmt.

Hilft das EU-Energieeffizienzlabel weiter?
Mit den neuen Dämmvorgaben gibt es auch eine Änderung bei den EU-Labeln für Warmwasser- und Pufferspeicher. Die unterste Klasse G wird gestrichen. Stattdessen wird eine neue Top-Kategorie A+ eingeführt. Die neuen Mindestanforderungen an die Speicherfähigkeit von Wärme sind so hoch, dass alle Speicher mindestens Klasse C haben müssen. Speicher in den Energieeffizienzklassen D und niedriger dürfen nicht mehr verkauft werden.

Müssen alte Geräte nachgerüstet werden?
Die strengeren Vorgaben gelten ausschließlich für Geräte, die nach dem 26. September 2017 verkauft werden. Bereits installierte Warmwasser- und Pufferspeicher müssen nicht nachgerüstet werden.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale beantwortet alle Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten: online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informiert anbieterunabhängig und individuell.

Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Termine können unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170 gebucht werden.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Donnerstag 24. August 2017

Ist Ihr Haus ein Sanierungsfall?

Der Gebäude-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach beantwortet Fragen zur energetischen Sanierung.

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Die Fenster sind undicht, die Fassade zeigt Risse und auch die Heizung hat ihre besten Zeiten hinter sich: Irgendwann ist ein Haus verlebt – das eine früher, das andere später. Gebäudeeigentümer stehen dann vor vielen Fragen: Welche Sanierungsmaßnahme ist für ihr Gebäude notwendig? Welche ist die beste? Wo liegen die größten Möglichkeiten der Energieeinsparung? Und: Welche Kosten sind mit einer Sanierung verbunden?

Hier hilft der Gebäude-Check der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach weiter. Für den Check kommt ein unabhängiger Energieberater zu den Ratsuchenden nach Hause und identifiziert gemeinsam mit ihnen energetische Schwachstellen am Haus und wichtige Stellschrauben für Einsparungen. Zusätzlich werden die Gebäudehülle, sprich Außenwände, Fenster, Haus- und Kellertüren und Dach, sowie die Heizungsanlage, also Wärmeerzeuger und Verteilsystem, unter energetischen Aspekten geprüft.

Das Besondere an dem Gebäude-Check: Anhand einer anschaulichen Auswertung können Verbraucher schnell beurteilen, welche Maßnahmen sie kurzfristig selbst umsetzen können und bei welchen Aspekten sich eine tiefergehende Folgeberatung empfiehlt. Innerhalb von vier Wochen erhalten die Verbraucher per Post einen Kurzbericht mit den Ergebnissen des Gebäude-Checks und den Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte.

Der Gebäude-Check kostet 20 Euro und ist ein Angebot für Eigentümer und Vermieter, gegebenenfalls auch für Mieter, die Einfluss auf Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle und der Haustechnik nehmen können.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Freitag 11. August 2017

Vorausdenken und lukrative Förderquellen anzapfen

Nur eine sparsame Heizung ist eine gute Heizung

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Wer jetzt im Keller umrüstet, heizt kommenden Winter sparsam, behaglich und klimafreundlich

Veraltete oder schlecht regulierte Heizungen haben gleich mehrere Nachteile: Zum einen verpulvern sie unnötig Energie, zum anderen erzeugen sie hohe Kosten. Eine Modernisierung kostet zwar Geld, doch durch die Unterstützung des Bundes mit diversen Förderprogrammen sinken die Kosten erheblich. Auch die optimale Einstellung einer bestehenden Anlage rechnet sich und wird finanziell belohnt. „Viele Menschen, die eine betagte Heizung besitzen, wollen ungern so viel investieren“, sagt Jan Münster, Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. „Doch der Einspareffekt und ein gestiegener Wohnwert sprechen für sich.“ Vor dem Winter umzurüsten, lohnt sich also. Mit einer Reihe finanzieller Anreize macht die Bundesregierung es Sanierungswilligen leicht, sich für eine zeitgemäße Wärmeversorgung zu entscheiden.

Dank des Förderprogramms „Heizungsoptimierung“ der Bundesregierung etwa geht es seit rund einem Jahr ungeregelten Heizungspumpen massiv an den Kragen. Das ist dringend notwendig, denn die Oldtimer arbeiten das ganze Jahr über – egal, ob die Heizung läuft oder nicht. So verbrauchen zahllose Haushalte unnötig Strom, der auch finanziell zu Buche schlägt. Bis zu 150 Euro jährlich lassen sich einsparen, wenn eine Hocheffizienzpumpe den Job übernimmt, das Heizungs- oder das Brauchwasser zirkulieren zu lassen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übernimmt 30 Prozent der Nettokosten für einen entsprechenden Umbau durch Fachleute. Den gleichen Anteil gibt es für einen hydraulischen Abgleich. Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich eine technische Optimierung der Heizungsanlage. Sie ist eine effektive, unkomplizierte Maßnahme, um den Verbrauch an Heizenergie zu senken. Eine Beispielrechnung von co2online zeigt, dass ein bezuschusster Pumpentausch mit hydraulischem Abgleich sich bereits in rund fünf Jahren amortisiert hat.

„Noch mehr Möglichkeiten, sich sein Sanierungsvorhaben unterstützen zu lassen, bietet die KfW-Förderbank“, sagt Münster. Soll eine neue Heizung her, steht diese zentrale Fördereinrichtung des Bundes mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten parat – und das gleich auf mehreren Wegen: Wer etwa ein Wohngebäude besitzt, seine Anlage modernisieren und dabei auf erneuerbare Energie umsteigen will, fährt gut mit dem Programm Energieeffizient Sanieren. Es gilt für alle, die Wohnraum energetisch sanieren oder sanierten Wohnraum kaufen. Für ein KfW-Effizienzhaus bietet das Programm 151 beispielsweise günstige Kredite bis zu 100.000 Euro an, für eine einzelne Maßnahme oder Pakete bis zu 50.000 Euro. Zusätzlich lässt sich ein Tilgungszuschuss beantragen. Privatleute können alternativ über das Programm 430 einen Zuschuss wählen – dieser beläuft sich auf bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit.

Einige der KfW-Angebote für energetische Modernisierungen lassen sich sogar mit denen des BAFA kombinieren. Das Bundesamt fördert den Einsatz kleiner Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien. Aus dem “Marktanreizprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt” gibt es dafür einen Investitionszuschuss.

„Für einen Laien ist nicht immer leicht, sich durch die zahlreichen Förderangebote zu arbeiten und das richtige Programm zu finden“, sagt Jan Münster, „daher bieten wir Sanierungswilligen einen kostenlosen Beratungsservice an.“

Weiterführende Informationen
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA):
Förderprogramm Heizungsoptimierung
Anreizprogramm Energieeffizienz
KfW-Bank:
Finanzierungsmöglichkeiten für die Modernisierung von Heizungen
co2online:
Infoportal Hydraulischer Abgleich

Freitag 11. August 2017

Cool bleiben - auch wenn es heiß ist

Raumklimageräte sind wahre Stromfresser – es gibt auch günstigere Alternativen für einen kühlen Kopf

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In den vergangenen Jahren haben sie die Verkaufsflächen von Bau- und Elektromärkten Schritt für Schritt erobert: Raumklimageräte, die Abkühlung bei tropischen Temperaturen versprechen. „Diese Geräte sind wahre Stromfresser und können einen spätestens bei der nächsten Stromrechnung ganz schön ins Schwitzen bringen“, so Mathias Muschal, Energieexperte der Ver¬braucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach. Sie rechnet vor: „Für ein ty¬pisches Gerät mit einer Leistungsaufnahme von 1.000 Watt kostet jede Be¬triebs-stunde ca. 28 Cent bei meist bescheidenem Kühleffekt“” Im Laufe eines Sommers kommen so leicht mehr als 100 Euro zusätzliche Stromkosten zusammen.

Als Kostenfalle können sich vor allem die sogenannten Monoblockgeräte erweisen. Die einteiligen Geräte müssen die Abwärme durch einen Schlauch nach draußen transportieren, oftmals durch einen Tür- oder Fensterspalt. Auf diesem Weg strömt aber natürlich auch kontinuierlich warme Luft zurück in den Raum. So entsteht ein Kreislauf aus Aufheizen und Abkühlen, gegen den die Klimaanlage anarbeiten muss – und das wiederum zieht einen hohen Energieverbrauch nach sich. Etwas effizienter – aber auch wesentlich teurer – sind sogenannte Splitgeräte, bei denen der lärmende Kompressor im Außenbereich montiert wird.

„Wer auf eine zusätzliche Kühlung nicht verzichten möchte, sollte dies besser mit einem Ventilator tun“, rät Muschal. Ventilatoren haben nur eine Leistungsaufnahme von etwa 50 Watt und verbrauchen damit nur etwa ein Zwanzigstel des Stroms, den ein Raumklimagerät benötigt.

Einen guten Hitzeschutz bieten außen angebrachte Jalousien, Markisen, Rollläden oder Fensterläden. Aber auch innen liegende spezielle Rollos oder Fensterfolien, die das einfallende Sonnenlicht reflektieren, sind zu empfehlen. Ansonsten gilt bei Hitze: Tagsüber Fenster und Sonnenschutz geschlossen halten und nachts lüften. So kann die in den Wänden gespeicherte Wärme wieder abgeführt werden.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170 gebucht werden.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Weitere Informationen zu Einsparungsmöglichkeiten bietet die Nationale Top-Runner-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Montag 31. Juli 2017

Sie brauchen Urlaub? Ihre Stromrechnung auch.

Mit diesen drei Tipps macht auch der Stromzähler mal Pause

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Koffer packen und ab in den Urlaub – so lautet bei vielen Leuten in diesen Tagen das Motto. Die meisten Reisenden sehen vor der Abreise noch einmal nach: Lichter aus? Müll rausgebracht? Türen und Fenster zu? Dass aber die Stromfresser im Haushalt vom Netz genommen werden sollten, wird oft vergessen. Dabei ließe sich damit einiges an Geld sparen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Landkreis Lörrach erklären, wie man mit drei einfachen Tipps verhindert, dass der Stromzähler in der Urlaubszeit fleißig weiterläuft.

1. Stecker raus! Bei Elektrogeräten den Stecker zu ziehen, spart Strom und damit bares Geld. Gerade Spielkonsolen verbrauchen im Standby-Modus beinahe genauso viel Energie wie im normalen Betrieb. Auch sind Geräte, die nicht am Stromnetz hängen, vor Blitzschlag geschützt. Wer den Stecker nicht ziehen möchte, der kann zumindest den Stromverbrauch mittels einer ausschaltbaren Steckerleiste auf null setzen.

2. Kühlschrank abtauen! Wer Kühlschrank und Gefriertruhe sowieso mal wieder abtauen wollte, kann Lebensmittel vor dem Urlaub rechtzeitig aufbrauchen, beide Geräte leer räumen und den Stecker ziehen. Die Türen sollten während des Urlaubs offen gelassen werden, damit sich weder Schimmel noch schlechte Gerüche bilden können.

3. Standby verbraucht Unmengen an Strom! Selbst wenn an der Stereoanlage im Off-Zustand keine Kontrolllämpchen mehr leuchten: Im Stand-by-Modus verbrauchen elektrische Geräte auch ohne sichtbares Zeichen Strom – ältere Exemplare sogar ziemlich viel. Daher gilt: Im Zweifelsfall besser den Stecker ziehen.

Bei allen Fragen zum effizienten Betrieb von elektrischen Geräten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Montag 17. Juli 2017

Wen füttern Sie mit durch?

Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Landkreis Lörrach beraten kostenlos zum Thema Haushaltsgeräte

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Heimliche Stromfresser stehen in fast jedem Haushalt. Denn Fernseher, Waschmaschine, Laptop uns Co. verbrauchen häufig deutlich mehr Strom als gedacht. Die böse Überraschung kommt meist erst mit der Jahresabrechnung: wenn eine hohe Nachzahlung fällig wird.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Landkreis Lörrach beraten daher bis 31. August Verbraucher kostenlos zum Thema „Haushaltsgeräte“. Sie denken über einen neuen Wäschetrockner nach? Ihr Kühlschrank mehr als 15 Jahre alt? Dann kommen Sie zu einer unserer Beratungsstellen in Ihrer Nähe. Unsere Energieberater geben Ihnen wertvolle Tipps zum Kauf neuer Haushaltsgeräte und zeigen Ihnen, wie Sie mit einfachen Mitteln Strom – und damit bares Geld – sparen können.

Denn speziell bei Waschmaschinen, Trocknern und Kühlschränken lassen sich mit einem Neugerät bis zu 80 Euro jährlich sparen. Ein Dreipersonenhaushalt kann mit effizienten Haushaltsgeräten seine Stromkosten um ein Drittel senken. Darüber hinaus schont die neue Technik nicht nur den Geldbeutel, sondern schützt auch das Klima und steigert den Komfort. Zur Orientierung können Verbraucher bei der Beratung den Stromverbrauch des Altgerätes mit dem eines neuen vergleichen lassen. So erhalten sie einen Anhaltspunkt, ob es sich lohnt, die alte Waschmaschine gegen eine neue auszutauschen. Auch können Verbraucher sich nach der Beratung in vielen Beratungsstellen Strommessgeräte ausleihen und selbst testen, sie ob noch weitere unentdeckte Stromfresser im Haus haben.

Hinweise zur richtigen Wahl beim Kauf von elektronischen Haushaltsgeräten erhalten Ratsuchende bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter
0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170 gebucht werden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Weitere Informationen zu Einsparungsmöglichkeiten bietet die Nationale Top-Runner-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Montag 17. Juli 2017

Solarwärme-Check gut nachgefragt

Der Solarwärme-Check findet Schwachstellen und optimiert den Ertrag

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Seit Sommer letzten Jahres können Besitzer einer solarthermischen Anlage den Solarwärme-Check direkt zu sich ins Haus holen. Bundesweit nutzten bereits 1.000 Ratsuchende den Solarwärme-Check – davon 248 in Baden-Württemberg.

Bernd Sitzmann, Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, erklärt: „Viele der von uns bisher geprüften Anlagen bringen deutlich weniger Ertrag als erhofft. Dadurch wird weniger Brennstoff eingespart als geplant. Als Laie hat man aber kaum eine Chance, die Leistungsfähigkeit der eigenen Anlage richtig einzuschätzen. Dabei ist Abhilfe bei vielen Problemen möglich und nicht einmal besonders kostenintensiv.“

Hier hilft der Solarwärme-Check weiter: Verbraucher erhalten Klarheit über die Leistungsfähigkeit ihrer Anlage und Hinweise, welche Verbesserungen möglich oder sogar nötig sind. Bei einem Vor-Ort-Termin überprüft der Energieberater zentrale Komponenten der Anlage und schließt Messgeräte für die Aufzeichnung wichtiger Systemtemperaturen an. Diese Messdaten werden bei einem zweiten Termin einige Tage später – davon mindestens einem Sonnentag – ausgelesen. Der Energieberater führt alle Daten zusammen, interpretiert die Messergebnisse und analysiert, wie die Effizienz der Anlage verbessert werden kann. Einen Bericht mit der Gesamteinschätzung der Anlage und den Empfehlungen erhalten Verbraucher per Post.

Der Solarwärme-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung besitzen. Termine für den Solarwärme-Check können ab sofort unter der kostenlosen Nummer 0800 – 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170 gebucht werden. Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist der Solarwärme-Check kostenlos. Der Solar-wärme-Check wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Mittwoch 07. Juni 2017

Holz? Sonne? Erde? Gas?

Die richtige Heizung für den Neubau finden

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Die Auswahl der Heizungsanlage für ein neues Haus oder eine neue Wohnung ist eine wichtige Entscheidung: Wohnkomfort, Heizkosten und nicht zuletzt die eigene Klimabilanz der nächsten Jahrzehnte hängen maßgeblich davon ab. Harald Klemm, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach, erläutert Vor- und Nachteile moderner Heizsysteme.

„Am Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien“, erklärt Harald Klemm. „Am wichtigsten bei der Auswahl ist, dass das System zum Gebäude und seinen Bewohnern passt.“ Am besten sollte deshalb ein unabhängiger Energieberater bei der Entscheidung helfen, der nicht auf eine bestimmte Technik festgelegt ist.

Standard bei konventioneller Heiztechnik sind heute Brennwertkessel für Erdgas oder Heizöl. Die Anschaffungskosten sind moderat, dafür fallen regelmäßig Wartungskosten an. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Heiz-kosten mittel- bis langfristig ansteigen werden. Zudem verpflichtet das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Eigentümer, in Neubauten mit Brennwert-kesseln anteilig regenerative Energieträger zu verwenden.

In Form von Pellets oder Scheitholz kann auch Holz als erneuerbarer Brennstoff eingesetzt werden, entweder in Pelletofen mit Wassertasche oder in Heizkesseln.
Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung können mit beiden Systemen kombiniert werden.

Eine Alternative sind elektrische Wärmepumpen, die Wärme aus Erdreich, Grundwasser oder der Luft ziehen. Sie sind in der Anschaffung teurer. In Neubauten machen sie aber häufig Sinn, da wichtige Voraussetzungen wie eine gute Wärmedämmung oder die Eignung für eine Niedertemperaturflächenheizung (z.B. Fußbodenheizung) meist gegeben sind. Achtung jedoch bei Luftwärmepumpen – sie arbeiten oftmals nicht effizient und verursachen dann sehr hohe Stromkosten.

In der Versorgung von Mehrfamilienhäusern haben sich außerdem seit Jahren Blockheizkraftwerke ökologisch und ökonomisch bewährt. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme und sind daher besonders effizient. Mittlerweile gibt es von verschiedenen Herstellern auch sogenannte Nano-Blockheizkraftwerke für den Einsatz in Einfamilienhäusern.

Je nach gewählter Heizungsanlage gibt es Fördermöglichkeiten, die in Anspruch genommen werden können. Zumeist müssen die Anträge vor Auftragserteilung gestellt werden. Die einschlägigen Programme können beim Energieberater erfragt werden.

Mehr Informationen zur Auswahl des Heizsystems gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Dienstag 06. Juni 2017

Themenabend über Eigenstromnutzung und Energieeffizienz in Unternehmen

Energieeffizienz allgemein und Eigenstromerzeugung aus Photovoltaik und Blockheizkraftwerken stehen im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung für Unternehmen am 21. Juni, ab 17 Uhr im Rathaussaal Schopfheim organisiert von der Kompetenzstelle Energieeffizienz KEFF und der Stadt Schopfheim.

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Die Stadt Schopfheim hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Energieverbrauch maßgeblich zu reduzieren, um die CO2-Emissionen einzudämmen. Jedoch werden nur 2% des gesamten CO2-Ausstoßes in der Stadt von kommunalen Liegenschaften verursacht. Einen großen Anteil haben, neben den privaten Haushalten (42%), auch das verarbeitende Gewerbe, Handel, Dienstleistungs- und andere Betriebe mit insgesamt 38%. Die Klimaschutzziele können also nur erreicht werden, wenn sowohl die Stadt als auch Privatpersonen und Unternehmen an einem Strang ziehen. Daher engagiert sich die Stadt dafür, diese Zielgruppen über Einsparungsmöglichkeiten und Energieeffizienz zu informieren und aufzuklären.

Bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts der Stadt Schopfheim wurde bereits in einem Workshop mit Unternehmern erarbeitet, was aus deren Sicht besonders wichtig ist, um Energie und CO2 einsparen zu können. Als zentral hatten sich dabei die Themen Energieeffizienz und Förderangebote, effiziente Beleuchtungserneuerung, z.B. durch LED, aber auch Technologien wie Kraft-Wärme-Kopplung und Speichermöglichkeiten für Strom herausgestellt.

Einige dieser Themen greift die Infoveranstaltung am 21. Juni auf, zu der die Kompetenzstelle Energieeffizienz Hochrhein-Bodensee (KEFF) und die Stadt Schopfheim gemeinsam einladen. Die KEFF unterstützt kleine und mittelständische Betriebe in der Region dabei, das technische und wirtschaftliche Potenzial im Bereich Energieeffizienz zu heben. Dabei wird der einzelne Betrieb von den Effizienzmoderatoren der KEFF individuell analysiert und gezielt die geeigneten Fachexperten, sowie passende Fördermittel zur Optimierung von betrieblichen Prozessen und von technischen Strukturen vermittelt und deren Umsetzung begleitet. Das Angebot der KEFF ist kostenlos und unabhängig.

Beim Themenabend stellen Experten verschiedene Möglichkeiten für Effizienzsteigerungen im Unternehmen vor. Insbesondere gibt es Fachvorträge zu Photovoltaik und Blockheizkraftwerken für den Eigenstromverbrauch. Dass solche Maßnahmen auch in der Praxis funktionieren, und wie sie erfolgreich umgesetzt wurden, zeigen mehrere Beispiele aus so unterschiedlichen Betrieben wie dem Modehaus Schild in Günzburg, der Profiltech Spezialmaschinen GmbH in Lörrach und der MEGU Metallguss Obermeier GmbH in Schopfheim.

Der Themenabend findet am Mittwoch, 21. Juni, ab 17 Uhr im Rathaussaal Schopfheim statt. Um Anmeldung bis zum 12. Juni bei franziska.kennemann@keff-bw.de wird gebeten.

Bei Rückfragen bitte an:
Franziska Kennemann
Effizienzmoderatorin KEFF Hochrhein Bodensee
T 07621161617-1
franziska.kennemann@keff-bw.de

Mittwoch 31. Mai 2017

Energieausweis ist beim Hauskauf ein Muss

Trotz Pflicht legen Verkäufer und Vermieter das Dokument oft nicht vor

Junges Paar und Makler beim Hauskauf außen

Nicht die Katze im Sack erwerben:
Energieausweis ist beim Hauskauf ein Muss

Trotz Pflicht legen Verkäufer und Vermieter das Dokument oft nicht vor

Die Lage auf dem Immobilien- und Wohnungsmarkt ist für Suchende hart. Gibt es ein passendes Angebot, möchten viele schnell zugreifen. Doch stopp: Aus welchem Jahr stammt eigentlich die Heizungsanlage? Wie alt sind die Fenster und ist das Dach gedämmt? Kurz: Wie viel Energie wird die mögliche neue Behausung etwa verbrauchen? Einen Anhaltspunkt, auf was künftige Eigentümer oder Mieter sich einlassen, gibt der Energieausweis. Legen Besitzerin oder Besitzer ihn nicht ungefragt vor, heißt es nachhaken. Denn zu Buche schlagen nicht nur ein einmalig hoher Kaufpreis oder die teure Miete. Auch bei den derzeit eher günstigen Heizenergiepreisen summieren sich die monatlichen Energiekosten oft überraschend. „Leider zeigen viele Verkäufer und Makler das Dokument noch immer nicht ungefragt“, bemängelt Jan Münster, Leiter der unabhängigen Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Dabei ist es längst Pflicht; Suchende können und sollten daher nach dem Ausweis fragen.

Wer sein Haus oder seine Wohnung verkauft oder vermietet, muss Interessenten laut Energieeinsparverordnung von 2014 (EnEV) den Energieausweis zeigen. Dieser muss beim ersten Besichtigungstermin in Papierform aushängen oder ausliegen – digital genügt nicht. Er bewertet das komplette Gebäude und ist zehn Jahre gültig. Vergleichen soll er die energetische Beschaffenheit von Gebäuden in ganz Deutschland. Zwar lässt der Ausweis keinen konkreten Rückschluss auf den voraussichtlichen Energieverbrauch und die genauen Energiekosten zu, er ermöglicht aber eine zumindest grobe Einschätzung der energetischen Qualität des Gebäudes.

Den Energieausweis gibt es in zwei Varianten: Der Verbrauchsausweis bewertet den tatsächlichen Energieverbrauch der Bewohnerinnen und Bewohner eines Gebäudes. Er spiegelt also die bisherige Realität wider. Allerdings hängen die Werte zu einem guten Teil vom Nutzerverhalten ab – und das ist nicht bekannt. Der Ausweis kann daher nicht in die Zukunft schauen. Ein Bedarfsausweis beurteilt demgegenüber unabhängig vom Nutzer: Er gibt den theoretischen Energiebedarf an, der sich aus dem baulichen und technischen Zustand des Gebäudes ermitteln lässt.
Beide Ausweise kategorisieren das Gebäude in die Energieeffizienzklassen A+ bis H oder von grün (energieeffizient) nach rot, ähnlich wie etwa bei Kühlschränken. Es finden sich außerdem Vorschläge, wie sich der energetische Zustand des Gebäudes verbessern lässt. „Diese Empfehlungen sind allerdings nur Anhaltspunkte. Sie ersetzen keineswegs eine umfassende Energieberatung durch unabhängige Fachleute wie uns“, lässt Jan Münster wissen.

„Potenzielle Käufer und Mieter sollten sich auf keinen Fall abspeisen lassen“, so Münster weiter. „Auch wenn Wohnungen und Häuser momentan rar und schwer zu ergattern sind: Beharren Sie auf Ihrem Recht und lassen Sie sich den Energieausweis vorlegen.“ Nachlässigkeit kann Verkäuferinnen und Verkäufer übrigens teuer zu stehen kommen: Halten sie sich nicht an die Vorgabe, kostet das bis zu 15.000 Euro Bußgeld. Wann genau potentielle Mieter oder Käufer einen Energieausweis einfordern können, wer ihn vorlegen muss und wer ihn ausstellt: All dies erfahren Interessierte bei der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH.

Weiterführende Informationen
Bundesumweltministerium (BUMB):
Energieausweise

enev-online.de:
Grundsätze des Energieausweises

Freitag 12. Mai 2017

Unabhängig und klimaschonend heizen mit Nahwärme

Der Anschluss an ein Wärmenetz bringt Sicherheit und mehr Platz im Keller.
Lesen Sie hier mehr.

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Bestehende Möglichkeiten nutzen
Unabhängig und klimaschonend heizen mit Nahwärme
Der Anschluss an ein Wärmenetz bringt Sicherheit und mehr Platz im Keller

Bei der Diskussion um klimaschonendes Heizen dreht es sich meist um die Anlage im eigenen Keller. Eine besonders günstige, klimafreundliche Variante sind jedoch auch Wärmenetze. Sie verteilen Wärme aus Anlagen, die beispielsweise mit Biomasse, Abwärme aus Gewerbe und Industrie, Solarthermie oder Erdwärme betrieben werden. Auch Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) gehören maßgeblich dazu. Sie werden heute noch mit Erdgas betrieben und nutzen den Brennstoff bestmöglich aus. In vielen Gebieten besteht schon jetzt die Möglichkeit, sich an ein solches Wärmenetz anzuschließen. Vorteile für die Kunden: Eine sichere, zuverlässige Wärmeversorgung oft mit heimischen Energieträgern, mehr Platz im Keller, die Heizungswartung entfällt. In der Heizzentrale kann der jeweils günstigste Brennstoff eingesetzt werden. Der Vorteil fürs Klima: mehr Effizienz bei der Wärmeerzeugung und die einfachere Nutzung erneuerbarer Energien. Für das Programm „Energieeffiziente Wärmenetze“ erhöhte die baden-württembergische Landesregierung kürzlich die Fördersumme. Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen und bauen wollen, können bis zu 400.000 Euro Förderung aus dem Topf beantragen. „Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich für den Anschluss an ein lokales Wärmenetz interessieren, desto schneller wird diese günstige und klimaschonende Heiz-Variante fürs Quartier oder den Ort ausgebaut“, ist Jan Münster, Leiter der regionalen Energieagentur Landkreis Lörrach sicher. Er empfiehlt, sich vor Ort zu informieren.

Ist es an der Zeit, eine veraltete Heizungsanlage zu ersetzen, lohnt der Blick auf Alternativen. Eine Möglichkeit ist, zu Hause auf erneuerbare Energie umzustellen. Eine andere Variante ist der Anschluss an ein Wärmenetz, auch Nahwärme genannt.

Welche Vorteile bieten Wärmenetze?

1: Preiswert und sauber

In der Heizzentrale eines Wärmenetzes stehen oft verschiedene Energiequellen zur Verfügung. Das können ein Holzhackschnitzelkessel, ein Blockheizkraftwerk oder auch eine Solarwärmeanlage sein. Dem Betreiber ist es damit möglich, den jeweils günstigsten Energieträger zu nutzen. Jeder dieser Wärmeerzeuger kann in einer großen Heizzentrale effizienter und kostengünstiger eingesetzt werden als in einzelnen Gebäuden. Außerdem lassen sich zentral Erweiterungen sehr einfach durch Kombination verschiedener Wärmeerzeuger realisieren. Das gleiche gilt für die Speicherung der Wärme. Auch die Nutzung von Abwärme aus der Industrie funktioniert nur in großem Maßstab. Diese Methoden erzeugen die Wärme kostengünstig, effizient und sauber. Achten sollte man darauf, dass der Netzbetreiber und Wärmelieferant, an den man sich bindet, seine Kosten transparent macht. Mitglieder von Genossenschaften werden Miteigentümer ihres Wärmenetzes.

2: Wenig Aufwand, wenig Platzbedarf

Ist der alte Heizkessel einmal raus, wird es im Keller leerer. Denn die Wärmeübergabestation eines Wärmenetzes braucht sehr wenig Raum. Und wer das Warmwasser über einen Durchlauferhitzer erwärmt, gewinnt zusätzlich Platz. Wärmekunden haben künftig weniger Arbeit: Das Kümmern um die Heizungsanlage, das Beschaffen des Brennstoffes oder Schornsteinfegertermine entfallen. All diese Aufgaben übernimmt der Wärmelieferant und Netzbetreiber.

3: Kundenwerbung bringt echte Vorteile

Je mehr Haushalte und Gebäude an ein Wärmenetz angeschlossen sind, desto effizienter kann es arbeiten. Denn jedes Wärmenetz hat Verluste. Diese hängen wesentlich von der Qualität der Dämmung ab. Außerdem spielt die Bebauung des Gebiets eine wichtige Rolle: In verdichtet bebauten, urbanen Gebieten sind die Verluste anteilig viel niedriger als in dörflichen Siedlungen. In der Regel bleiben sie unter 20 Prozent der eingespeisten Wärme, häufig noch deutlich darunter. „Je mehr Kunden sich an ein Wärmenetz anschließen, desto günstiger wird es also“, fast Jan Münster zusammen.

Nachfragen lohnt sich

Für ein Wärmenetz kommen viele Konzepte in Frage (Beispiele: siehe unten), da Nahwärmesysteme sehr flexibel sind. Welche Variante die Basis des Wärmenetzes bildet, ist relativ egal. Entscheidend für dessen Entstehen und Ausbau ist das Überwinden einer Anfangshürde: Eine Mindestzahl von Gebäuden muss an das Netz angeschlossen sein, damit es wirtschaftlich betrieben werden kann. Das gilt für Neubaugebiete, vor allem aber für bestehende Quartiere. „Je mehr Menschen sich für ein Wärmenetz entscheiden oder bei ihrer Kommune oder ihrem Energieversorger danach fragen, desto schneller steigt also die Chance, diese zukunftsträchtige Art der Wärmeversorgung voranzubringen“, sagt Münster.

„Zu guter Letzt taucht bei Interessierten immer wieder einmal die Frage auf, ob sie nicht Angst haben müssen, ihre eigene Wärmeversorgung aus der Hand zu geben oder nicht mehr ‚autark‘ zu sein“, sagt Jan Münster. „Die Antwort ist: nein. Wir stellen uns diese Frage doch auch nicht bei der Wasserversorgung oder der Abwasserentsorgung. Eher sind wir froh, an ein großes leistungsfähiges Kanalnetz angeschlossen zu sein. Niemand trauert dem Brunnen im Garten nach.“ Genau so können (künftige) Nahwärme-Kunden es betrachten – sofern die Preisgestaltung transparent ist.

Informationen zu allen umweltfreundlichen Heizsystemen, zu energetischem Sanieren und allen relevanten Förderprogrammen für Haushalte, Kommunen und Unternehmen gibt es bei der unabhängig beratenden Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH.

Beispiele
Wie kann sich der Laie ein Versorgungssystem mit Nahwärme vorstellen?

  • Ein größeres Blockheizkraftwerk (BHKW) – das ist ein stationär installierter Motor, der in der Regel mit Erdgas betrieben wird – erzeugt Strom und Wärme. Der Strom wird ins Netz eingespeist und verbessert damit die Versorgungssicherheit. Die Wärme leitet der Betreiber in das Wärmenetz und versorgt damit beispielsweise kommunale Gebäude sowie die umliegenden private Wohngebäude. Die Belastung für das Klima ist wegen der guten Brennstoffausnutzung so klein wie möglich – trotz der fossilen Brennstoffe.
  • Ein zweites Beispiel sind große solare Wärmenetze wie sie derzeit vor allem in Dänemark sehr erfolgreich aufgebaut werden: Dort werden auf Flächen mit einigen tausend Quadratmetern Solarkollektoren installiert. Ein Wärmenetz verteilt sie dann an die angeschlossenen Gebäude. Hierbei fallen keine Brennstoffkosten und nur geringe Betriebskosten an. Auch hierzulande ließe sich mit solchen Anlagen lokal zumindest der Bedarf im Sommerhalbjahr decken.

Mittwoch 10. Mai 2017

Neue Fenster ja oder nein?

So können Verbraucher testen, ob die Fenster ein Sanierungsfall sind

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Neue Fenster senken den Energieverbrauch und machen das Wohnen komfortabler. Doch wann sollte man die Fenster austauschen?
Martin Jürgens, Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach erklärt, wie man anhand von drei Fragen selbst prüfen kann, ob ein Fenster saniert werden sollte.

Hat das Fenster eine Wärmeschutzverglasung? Wenn das Fenster vor 1995 eingebaut wurde, hat es in der Regel keine Wärmeschutzverglasung. Baujahr und Produktname stehen oft auf dem Distanzhalter zwischen den Scheiben. Aufschlussreich ist auch der Feuerzeug-Test, sagt Martin Jürgens. „Halten Sie vor dunklem Hintergrund eine Flamme vor das Fenster. Bei Wärmeschutzglas hat eines der Spiegelbilder der Flamme eine andere Farbe als die restlichen.“ Grund für diesen Effekt ist eine Metallbedampfung auf der inneren Scheibe. Sie reflektiert das Licht anders als unbeschichtetes Glas.

Ist der Rahmen in Ordnung? Er sollte nicht morsch, verwittert, verrostet, gerissen, verzogen oder anderweitig beschädigt sein.

Ist das Fenster dicht? Um die Dichtheit zu testen, klemmt man einen Streifen Papier zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel. Lässt sich das Papier bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen, ist das Fenster an dieser Stelle dicht genug. Wiederholen Sie den Test an mehreren Stellen.

Sind die Fenster nicht mehr in Ordnung, empfiehlt Martin Jürgens eine unabhängige Energieberatung: „So kann sichergestellt werden, dass die Fenster zum Haus und eventuellen weiteren Sanierungsvorhaben passen“. Bei ungedämmten Außenwänden sei es etwa ratsam, den Austausch der Fenster mit einer nachträglichen Fassadendämmung zu verbinden.

Auch eine Beratung zu Förderprogrammen ist sinnvoll: Die KfW zum Beispiel fördert neue Fenster, die die gesetzlichen Wärmeschutzvorgaben übertreffen. Die Mittel müssen beantragt werden, bevor der Handwerker beauftragt wird. „Deshalb im-mer frühzeitig mit der Planung und der Prüfung der Konditionen beginnen“, rät der Experte.

Bei allen Fragen zur energetischen Sanierung und richtigem Lüften hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechen-dem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.
Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.d oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Freitag 21. April 2017

Die Sonne optimal nutzen

Solarwärme-Check findet Schwachstellen an Ihrer Solarwärmeanlage.
Lesen Sie hier mehr.

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Solarthermische Anlagen versprechen niedrige Heizkosten, zudem werden sie großzügig gefördert. Daher ist die Technik sehr beliebt. Doch in der Praxis halten nicht alle Anlagen, was sie versprechen. Wie es um die tatsächliche Leistung des Systems bestellt ist, und wie es verbessert werden kann, verrät der Solarwärme-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach.

Über 1.000 Geräte haben die Energieberater im Rahmen des Solarwärme-Checks im vergangenen Sommer bundesweit getestet. Martin Jürgens, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach, erklärt: „Viele der von uns bisher geprüften Anlagen bringen deutlich weniger Ertrag als erhofft. Dadurch wird weniger Brennstoff eingespart als geplant. In Extremfällen ist der Verbrauch durch besonders ineffiziente Anlagen sogar gestiegen.“

Aufgefallen ist bei den Prüfungen zum Beispiel, dass viele Anlagen nicht über einen sogenannten Wärmemengenzähler verfügen. Damit ließe sich ganz leicht ablesen, wieviel Wärme die Anlage auf dem Dach tatsächlich liefert. Häufig fehlt außerdem eine ausführliche Anlagendokumentation, die Wartung und Prüfung der Anlage deutlich erleichtern würde. „Als Laie hat man also kaum eine Chance, die Leistungsfähigkeit der eigenen Anlage richtig einzuschätzen“, sagt Martin Jürgens. Dabei ist Abhilfe bei vielen Problemen möglich und nicht einmal besonders kostenintensiv.

Hier hilft der Solarwärme-Check weiter: Verbraucher erhalten Klarheit über die Leistungsfähigkeit ihrer Anlage und Hinweise, welche Verbesserungen möglich oder sogar nötig sind. Bei einem Vor-Ort-Termin überprüft der Energieberater zentrale Komponenten der Anlage und schließt Messgeräte für die Aufzeichnung wichtiger Systemtemperaturen an. Diese Messdaten werden bei einem zweiten Termin einige Tage später – davon mindestens einem Sonnentag – ausgelesen. Der Energieberater führt alle Daten zusammen, interpretiert die Messergebnisse und analysiert, wie die Effizienz der Anlage verbessert werden kann. Einen Bericht mit der Gesamteinschätzung der Anlage und den Empfehlungen erhalten Verbraucher per Post.

Der Solarwärme-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung besitzen. Termine für den Solarwärme-Check können ab sofort unter der kostenlosen Nummer 0800 – 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170 gebucht werden.
Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist das Angebot kostenlos.
Der Solarwärme-Check wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Donnerstag 06. April 2017

Schritt für Schritt zu niedrigen Energiekosten

Weniger verbrauchen ohne zu verzichten

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„Energiesparen“ klingt für viele Menschen ungefähr so reizvoll wie eine Brennnesseldiät. Dabei sind eine niedrige Strom- und Heizkostenrechnung längst nicht mehr gleichbedeutend mit Bahnhofsbeleuchtung und kalten Füßen im Wohnzimmer. Martin Jürgens, Energieexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach, verrät seine Top-Tipps für eine (fast) mühelose Senkung der Energiekosten.

Steckerleisten benutzen: Bis zu 10 Prozent des Stromverbrauchs in einem typischen Haushalt fallen durch Stand-by-Verluste an. Mit Steckerleisten lassen sich elektrische Geräte dagegen schnell wirklich ausschalten.
Programmierbare Thermostatventile einbauen: Sie ermöglichen die automatische Absenkung der Raumtemperatur, wenn sowieso niemand zu Hause ist oder alle Bewohner schlafen. „Einmal installiert und programmiert, sparen die Thermostatventile ohne weiteres Zutun jeden Tag Heizenergie“, betont Anna Neumann.

Auf LEDs umsteigen: Dass LEDs mit deutlich weniger elektrischer Energie auskommen als die alten Glühbirnen oder Halogenlampen, ist bekannt. Die neuen Modelle erzeugen darüber hinaus ein ebenso warmes und gemütliches Licht wie die alten Energieschleudern. Martin Jürgens rät: „Achten Sie beim Kauf auf die Kelvin-Angabe (K): 2.700 K versprechen ein warmes Licht und senken dennoch die Stromrechnung. Wer tageslichtweiß bevorzugt, wählt 5.000 K und mehr.“

Rollladen nachts herunterlassen: Besonders bei alten Fenstern verlieren Haus oder Wohnung in der kalten Jahreszeit über die Glasflächen viel Energie. Zumindest nachts kann das leicht verhindert werden: Heruntergelassene Rollläden verringern den Wärmeverlust.

Duschkopf wechseln: Bei einer Sparbrause fließen nur noch etwa sechs Liter Wasser pro Minute durch den neuen Duschkopf – statt zwölf oder mehr Litern bei Standardduschen. Der Warmwasserverbrauch beim Duschen halbiert sich also. Doch Achtung: Läuft zu wenig warmes Wasser, schaltet ein hydraulischer Elektro-Durchlauferhitzer komplett ab.

Mehr Tipps zum einfachen Energiesparen gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell.

Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Samstag 01. April 2017

Energie-Label für Holzheizungen

Neue Kennzeichnung ab 1. April verpflichtend

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Auch Holzheizungen müssen ab 1. April eine Kennzeichnung über ihren Energieverbrauch, kurz EU-Label, tragen. Martin Jürgens, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH, erläutert Inhalt und Aussagekraft des Etiketts.

Ziel der entsprechenden EU-Richtlinie ist es, Verbraucher besser über den Energieverbrauch verschiedener Geräte und Systeme zu informieren und so allmählich die Energieeffizienz der auf dem Markt verfügbaren Geräte zu erhöhen. Ab 1. April 2017 wird die Kennzeichnung nun auch für neue Holzpellet-, Hackschnitzel und Scheitholzkessel – die sogenannten Fest-brennstoffkessel – Pflicht. „Theoretisch sind auch Kohleheizungen betroffen“, erklärt Martin Jürgens, „die spielen in der Praxis aber kaum eine Rolle, da sie wenig verbreitet sind“.

Das Label weist die von Elektrogeräten bekannte Einteilung in verschiedene Effizienzklassen auf, die auf einer Farbskala von grün bis rot abgetragen werden. Wie bei Elektrogeräten gilt: Je grüner, desto effizienter. Bezeichnet werden die Klassen mit Buchstaben-Codes von A++ bis G. „Die meisten Holzpelletkessel kommen vermutlich in die Klasse A+“, erwartet Martin Jürgens. „Ist es ein Brennwertkessel, kann auch A++ erreicht werden. So genannte Verbundanalagen – kombiniert mit einer Solaranlage – erreichen jeweils die nächstbessere Klasse.“
Anders als bei Elektrogeräten dient das Label also nicht in erster Linie dazu, Geräte verschiedener Hersteller zu vergleichen, sondern bewertet die Effizienz verschiedener Heizkesseltypen. Holzpelletkessel haben deshalb regel-mäßig eine bessere Effizienzklasse als Öl- oder Gaskessel.

Verbindlichen Aufschluss über die zu erwartenden Heizkosten liefert das La-bel dennoch nicht, so Jürgens: „Die Heizung muss zum Gebäude und den Bewohnern passen. Auch der effizienteste Heizkessel kann nicht sparsam arbeiten, wenn Rohrsystem oder Regelung nicht in Ordnung sind.“
Der Experte fasst zusammen: „Das Label ersetzt kein Gesamtkonzept für das Haus. Am besten holen sich Verbraucher, die ihre Heizung erneuern wollen, unabhängige Beratung.“

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Dienstag 14. März 2017

Kraftwerk im Keller

Wann rechnet sich ein Blockheizkraftwerk?
Lesen Sie hier mehr.

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Anlagen zur Kraftwärmekopplung, oft Blockheizkraftwerke oder kurz BHKW genannt, erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Sie sind also besonders effizient. Lange Zeit lohnte sich ihr Einsatz in Ein- oder Zweifamilienhäusern aber kaum, unter anderem, weil die Anschaffung teuer war. Doch sowohl bei den Geräten selbst als auch bei den Förderprogrammen hat sich jedoch in den vergangenen Jahren viel getan.

„BHKW sind Mini-Kraftwerke für den Einsatz in Ein- oder Mehrfamilienhäusern – zumeist normale Motoren, die mit Erdgas oder Heizöl betrieben wer-den“, erläutert Martin Jürgens, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach. „Bei kleineren Geräten, sogenannten Nano-BHKW, gibt es auch innovative Technologien wie Stirling-Motoren oder Brennstoffzellen.“ Alle Modelle er-zeugen aus dem eingesetzten Brennstoff nicht nur Strom, sondern nutzen auch die anfallende Wärme für Heizung und Warmwasser. Sie sind also un-ter Klimaschutzaspekten empfehlenswert.

Dennoch waren die Geräte lange Zeit zumeist keine Option für Privathaus-halte: zu teuer in Anschaffung und Betrieb, zu groß, um bei geringem Strom- und Wärmeverbrauch effizient zu arbeiten. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert, betont Martin Jürgens: „Mit den Nano-BHKW gibt es heute eine Geräteklasse, die mit einer maximalen Leistung von 2 Kilowatt gut auf den Bedarf von Ein- bis Zweifamilienhäusern zugeschnitten ist. Au-ßerdem werden Anschaffung und Betrieb von BHKW durch zahlreiche Förderprogrammen unterstützt. Sie sind deshalb deutlich häufiger eine wirtschaftliche Alternative als früher.“

Für die Anschaffung kleiner Anlagen gibt es umfangreiche öffentliche Zuschüsse. Zudem kann der selbst erzeugte Strom, sofern er auch selbst verbraucht wird, von EEG-Umlage und Stromsteuer befreit werden. Auch eine Befreiung des eingesetzten Brennstoffs von der Energiesteuer ist möglich. Unter bestimmten Bedingungen erhält der Betreiber des BHKW zudem einen sogenannten „KWK-Zuschlag“ von zurzeit 8 Cent für jede Kilowattstunde Strom. Besitzer eines Nano-BHKW haben die Möglichkeit, sich diesen Zu-schlag gleich bei Inbetriebnahme des Geräts pauschal für die gesamte Gerätelebensdauer auszahlen zu lassen – dann allerdings nur 4 Cent für maximal 60.000 Betriebsstunden. Wird der erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist, erhält der Betreiber eine Einspeisevergütung von aktuell 3,76 Cent je Kilowattstunde.

Die Wirtschaftlichkeit der Anlagen für Privathaushalte hat sich also ganz klar verbessert. Ob ein BHKW eine gute Lösung für das eigene Zuhause ist, hängt aber auch vom jeweiligen Gebäude und dem individuellen Bedarf ab. Die Wirtschaftlichkeit kann daher, so Jürgens, immer nur im Einzelfall beurteilt werden. Wer sich für ein BHKW interessiert, sollte deshalb eine Beratung bei einem unabhängigen Experten in Anspruch nehmen, der nicht nur alle Förderprogramm kennt, sondern auch die energetische Situation des Gebäudes bewerten kann.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Mittwoch 01. März 2017

Niedrige Heizkosten, behagliches Wohnen: Vieles spricht für Wärmedämmung

Die Energieagentur entkräftet irreführende Kritikpunkte und erläutert natürliche Alternativen zu Polystyrol

Niedrige Heizkosten, behagliches Wohnen:
Vieles spricht für Wärmedämmung

Geht es um Wärmedämmung, haben viele automatisch Polystyrol vor Augen. Das ist deutlich zu kurz gedacht, denn: „Unter den zahlreichen alternativen Dämmstoffen gibt es auch viele natürliche“, sagt Jan Münster, Leiter der unabhängigen Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Und deren Qualität ist sehr gut. Auch die kursierenden Behauptungen gegen Gebäudedämmung allgemein oder Styropor weiß Münster zu entkräften. Alles spricht also dafür, in den nächsten Winter mit einem warm verpackten Haus zu starten.

Meist sind die Kosten der Grund, warum viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sich davor scheuen, ihre Gebäudehülle auf den neuesten energetischen Stand zu bringen. „Wer jedoch die Fassade, das Dach und die Kellerdecke dämmen lässt und dazu noch die Fenster ersetzt, kann später bis zu 80 Prozent Heizenergie einsparen“, berichtet Münster. Nicht zu unterschätzen sei zudem der Wohlfühlfaktor: „Decken, Wände, Fenster und Fußböden mit warmer Oberflächentemperatur sorgen für ein angenehmeres Klima im Raum“, ergänzt der Fachmann. Und befindet sich das Gebäude dann energetisch auf dem allerneuesten Stand, steigt sein Marktwert beträchtlich.

„Leider kursieren viele irreführende Behauptungen zu diesem Thema“, sagt Jan Münster. Immer wieder ist zu hören oder lesen, dass eine Dämmung unterm Strich kaum Energie einspare, zu teuer sei, die Brandgefahr erhöhe oder Schimmel verursache. All das entspricht nicht der Wahrheit. Schimmel beispielsweise kann entstehen, wenn sich erhöhte Luftfeuchtigkeit an einer kalten Stelle der Außenhülle niederschlägt. Sind alle Bauteile eingepackt, sinkt das Risiko. In jedem Fall vertreibt regelmäßiges, intensives Lüften Schimmelpilze. Und weil Wände per se nicht luftdurchlässig sind, kann eine Dämmschicht sie auch nicht „verschweißen“. Ob sich eine energetische Sanierung finanziell lohnt, lässt sich mittels einer Wirtschaftlichkeitsberechnung ermitteln. Der Energieverbrauch sinkt in jedem Fall.

Welcher Dämmstoff aber ist der richtige? Dass es neben dem viel diskutierten Polystyrol zahlreiche – teils natürliche – Alternativen gibt, wissen wenige. „Naturdämmstoffe sind in ihrer Dämmwirkung ähnlich effizient“, sagt Münster. Zudem wachsen sie nach und lassen sich unproblematisch bearbeiten und entsorgen. Und das Beste: Schimmel und Bakterien können ihnen nichts anhaben, dafür sorgen natürlich vorhandene „Zusatzstoffe“. Beispiele für natürliche Dämmstoffe sind Hanf, Zellulose, Seegras, Holz- oder Schafwolle. Weitere Dämmalternativen zu Schaumdämmstoffen wie Polystyrol oder auch Polyurethan sind Mineralwolle, Mineralschaum, Schaumglas, Blähton oder Perlite. Welches Material für welchen Zweck und welchen Gebäudeteil in Frage kommt, entscheiden Hausbesitzerin oder Haubesitzer am besten gemeinsam mit einem kompetenten Energieberater.

Den häufig verbauten Dämmstoff Polystyrol kommunizieren Medien häufig negativ. Trotz diskussionswürdiger Bedenken zeichnen sich jedoch beispielsweise bei der Entsorgung gangbare Wege ab, die bereist gesetzlich geregelt sind. Neue Produkte müssen eine Alternative zu dem als umweltschädlich eingestuften Flammschutzmittel HBCD (Hexabromcyclododecan) enthalten.

Wärmedämmung bietet übrigens auch im Sommer Vorteile: Ist das Haus verpackt, hält die Hülle die Hitze besser ab. Und der nächste Sommer steht bald vor der Tür. „Wer sich jetzt für eine energetische Sanierung entscheidet, profitiert schnell davon“, erklärt der Agenturleiter. „Wichtig dabei ist, das Haus als Ganzes zu betrachten“, führt er weiter aus. Denn Gebäude aus den 60ern, 70ern oder 80ern haben viele Schwachstellen. Nur eine ganzheitliche Betrachtung durch zertifizierte Fachleute, die neben der Gebäudehülle auch die Heizungsanlage, die Stromversorgung, ein Lüftungskonzept und die individuellen Rahmenbedingungen der Nutzer miteinbezieht, erfasst alle relevanten „Baustellen“. Dieser Intensiv-Check einschließlich eines vor-Ort-Termins lässt sich in Form eines Sanierungsfahrplanes professionell dokumentieren.

Wer in Baden-Württemberg seine Heizungsanlage erneuert, muss dabei das EWärmeG (Erneuerbare-Wärme-Gesetz) beachten. Es besagt, dass bei Inbetriebnahme einer neuen Heizung 15 Prozent der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Etliche Erfüllungsoptionen stehen ersatzweise zur Wahl, darunter die Gebäudedämmung oder auch ein Sanierungsfahrplan.

Detaillierte und neutrale Informationen zur Wärmedämmung, zur energetischen Gesamtsanierung, zum EWärmeG und allen relevanten Förderprogrammen erhalten Interessierte bei der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH.

Montag 20. Februar 2017

Haushaltsgeräte im Stromspar-Vergleich

Der Energiebedarf zwischen Apparaten verschiedener Energieeffizienzklassen kann sich erheblich unterscheiden. Lesen Sie hier mehr.

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Ob Waschmaschine, Kühlschrank oder Wäschetrockner – für Käufer ist es schwer, das passende Gerät zu finden. Beim Vergleich von Ausstattung, Leistung und Preis wird der Energieverbrauch oft vernachlässigt. Dabei kann sich der Energiebedarf zwischen Apparaten verschiedener Energieeffizienz-klassen erheblich unterscheiden.

Eine aktuelle Übersicht über die sparsamsten Haushaltsgeräte bietet die voll-ständig aktualisierte Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2016/2017“ des Niedrig-Energie-Instituts. Sie ist ab sofort bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erhältlich.

Dass sich der Blick auf den Energieverbrauch des Wunschgeräts lohnt, betont Martin Jürgens, Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach: „Effiziente Geräte sind zwar in der Anschaffung teurer, die Mehrkosten amortisieren sich aber durch die Einsparungen bei Strom- und Wasserkosten im Laufe der Jahre. Der Vergleich der verschiedenen Verbrauchswerte hilft also, langfristig Kosten zu sparen.“

Auf einen Blick finden Verbraucher in der Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2016/2017“ die effizientesten Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen, Trockner und Spülmaschinen, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind. Übersichtliche Listen geben Auskunft über Hersteller, Abmessungen sowie die zu erwartenden Betriebskosten in 15 Jahren.

Wer mehr wissen will, kann außerdem nachlesen, wie die Betriebskosten eines Geräts berechnet werden, was es mit Klimaklassen, „Low-Frost“ und Vorschaltgeräten auf sich hat und wie Altgeräte korrekt entsorgt werden.
Das Heft gibt es ab sofort kostenlos bei den Beratungsstellen der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, der Energieagentur Landkreis Lörrach oder als Download auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.
Mehr Informationen gibt es auf: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Montag 06. Februar 2017

Energielabel enttarnt ältere Heizungen

Pflicht für alle Anlagen älter als 15 / Etikett sagt nichts über Heizkosten aus

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Bislang konnten betagte Heizungsanlagen ihr Alter gut verbergen. Seit 1. Januar 2017 ist das anders: Sie erhalten nun schrittweise das EU-Energielabel. Auf einer Skala von Grün bis Rot informiert es Gebäudeeigentümer darüber, welcher Effizienzklasse ihr Gerät künftig angehört. „Alle Heizungsanlagen, die vor 1992 in Betrieb gingen, sind schon in diesem Jahr an der Reihe“, berichtet Jan Münster, Leiter der unabhängigen Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH

Kosten für die Auszeichnung fallen für Hauseigentümer nicht an. Nach der jährlichen Überprüfung der Anlage muss der zuständige Schornsteinfeger das Etikett anbringen. Die ausgewiesene Energieeffizienzklasse bestimmt er ausschließlich anhand des Baujahres und des verwendeten Energieträgers. Über die Höhe der Heizkosten sagt das Label daher nichts aus. „Wer wissen will, wie seine Heizkosten im Vergleich liegen und sich genauer für den Zustand seiner Heizungsanlage interessiert, sollte sich neutral beraten lassen“, empfiehlt Jan Münster.

Etwas sparen lässt sich zwar schon mit dem Einbau einer neuen Heizungspumpe und einem hydraulischen Abgleich. Doch der Verbrauch an Heizenergie hängt von zahlreichen weiteren Faktoren ab, vor allem auch vom energetischen Zustand des Gebäudes. Losgelöst davon ist es energetisch und technisch sinnvoll, Heizungen mit mehr als 20 Jahren auf dem Buckel auszutauschen. Sind sie optimal eingestellt, sinkt danach in Ein- und Zweifamilienhäusern im besten Fall der Verbrauch an Heizenergie um 30 Prozent.

Alle energetischen Verbesserungen lohnen umso mehr, wenn Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer die entsprechenden Fördergelder anzapfen. „Eine fachkundige Beratung ist deshalb sehr ratsam“, sagt Agenturleiter Münster. 30 Prozent Zuschuss vom Bund gibt es beispielsweise für den Austausch einer betagten Heizungspumpe und einen hydraulischen Abgleich des Heizsystems. Voraussetzung: Ein Fachbetrieb führt die Arbeiten durch. Für eine energetische Haussanierung bekommen Eigentümerinnen und Eigentümer von der KfW-Bank einen zinsgünstigen Kredit oder bis zu 30 Prozent Investitionszuschuss. Auch für die Beratung gibt es Fördergeld. Wer welchen Fördertopf nutzen kann, wissen die Fachleute.

Das Energielabel ist seit Langem etwa für Kühlschränke oder Wäschetrockner bekannt. Ähnlich wie dort teilt es die Heizungsanlagen in die Klassen A++ bis G ein, entsprechend einer Farbskala von grün bis rot. Die Kategorien A++ bis A+ erreichen allerdings ausschließlich Geräte mit Kraft-Wärme-Kopplungstechnik und solche, die erneuerbare Energie verwenden. Konventionelle Öl- oder Gas-Heizkessel erhalten die Klassen A bis G.

In diesem Jahr bekommen das Heizungslabel zunächst Geräte, die vor 1992 in Betrieb gegangen sind. Schritt für Schritt geht es mit allen anderen Anlagen weiter bis 2024. Kein Etikett bekommen Heizungen, die die „15“ noch nicht erreicht haben. Ausgenommen von der neuen Regelung sind außerdem bislang Heizungen, die auf der Basis von Bioöl, Holz oder Biogas arbeiten. Niedertemperaturgeräte, die keine Energie aus dem Abgas wiedergewinnen, erhalten wegen der durch das EU-Label verschärften Effizienzanforderungen künftig keine gesetzliche Zulassung mehr.

Wer in Baden-Württemberg seine Heizungsanlage erneuert, muss übrigens dabei das EWärmeG (Erneuerbare-Wärme-Gesetz) beachten. Es besagt, dass bei Inbetriebnahme einer neuen Heizung 15 Prozent der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Etliche Erfüllungsoptionen stehen ersatzweise zur Wahl. „Hierzu bekommen wir immer wieder Anfragen, die wir gerne individuell beantworten“, berichtet Jan Münster.

Detaillierte und neutrale Informationen über das EU-Energielabel für Heizungen, über energetische Sanierung und das EWärmeG erhalten Interessierte bei der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Auch zu den passenden Förderprogrammen gibt es dort fachkundigen Rat.

Freitag 27. Januar 2017

Fitnessprogramm für die Heizung

Leistung verbessern, Verbrauch senken, Förderprogramme nutzen.
Die Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH informiert

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Leistung verbessern, Verbrauch senken, Förderprogramme nutzen.
Viele Heizungsanlagen arbeiten ineffizient – sie verbrauchen zu viel und bescheren ihren Besitzern unnötig hohe Heizkosten. Doch Brennstoffverbrauch und Kosten lassen sich häufig ohne große Investitionen spürbar senken. Martin Jürgens, Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg der Energieagentur Landkreis Lörrach, stellt die wichtigsten Stellschrauben vor:

Heizungswasser zu warm: „Ist das Heizwasser wärmer als nötig, kann es auf seiner Tour durchs System gar nicht genug Wärme abgeben – die Heizkörper werden also sehr heiß, und das Heizwasser ist noch viel zu warm, wenn es in den Kessel zurückströmt. Die Räume sind zwar schön warm, allerdings verbraucht das System unnötig viel Energie“, erläutert der Experte. Besserung verspricht eine Veränderung der Heizkurve an der Heizungsregelung, durch die die Systemtemperaturen abgesenkt werden. Jürgens betont: „Durch diese Anpassung kühlen sich nicht die Räume ab, sondern nur die überheizten Heizkörper.“

Dämmung der Rohrleitungen: Heizungsrohre, die durch unbeheizte Räume führen, zum Beispiel auf dem Dachboden oder im Keller, müssen gedämmt sein, sonst geht sehr viel Wärme verloren. Die Dämmung lässt sich auch nachträglich meist leicht anbringen – sie ist sogar in der Energieeinsparverordnung vorgeschrieben. „Die Dämmung sollte dabei etwa so dick sein wie das Rohr selbst“, sagt Martin Jürgens.

Verteilung des Heizungswassers: Häufig werden manche Heizkörper im Heizsystem viel zu warm, typischerweise im Erdgeschoss, andere hingegen nicht warm genug – häufig in den Obergeschossen. Abhilfe bringt der sogenannte hydraulische Abgleich. „Hier werden die Thermostatventile an den einzelnen Heizkörpern so eingestellt, dass durch jeden Heizkörper genau so viel Heizungswasser fließt, wie benötigt wird, um den Raum zu heizen – nicht weniger, aber auch nicht mehr“, erläutert Jürgens. „Die Wärme wird also optimal verteilt. Eventuell müssen dafür vorhandene Thermostatventile ausgetauscht oder nachgerüstet werden.“

Heizungspumpe: „Nicht allen Heizungsbesitzern ist bewusst, dass ihre Anlage nicht nur Brennstoff, sondern auch Strom verbraucht“, erklärt der Energieberater. Vor allem alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser. Der Wechsel auf eine Hocheffizienzpumpe kann den Stromverbrauch um mehr als die Hälfte verringern. Jürgens rät: „Gleichzeitig mit dem Pumpentausch ist es in vielen Fällen ratsam, einen hydraulischen Abgleich durchzuführen und so die Verteilung des Heizwassers zu verbessern.“

Förderprogramme: Seit August 2016 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle den Heizungspumpentausch und den hydraulischen Abgleich sowie alle dafür erforderlichen Komponenten mit Zuschüssen. Die Einstellung der Heizkurve durch einen Fachmann ist ebenfalls förderfähig. Die Förderhöhe beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition, höchstens 25.000 Euro je Standort.

Was bei der Antragstellung zu beachten ist, können Interessierte bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erfahren. Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Heizungsanlage und Tipps für ihre Optimierung bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale außerdem mit dem Heiz-Check, für den ein Energieberater nach Hause kommt und das Heizungssystem genau unter die Lupe nimmt.

Der Heiz-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die z.B. einen Gas- oder Ölheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe zuhause haben. Termine für den Heiz-Check können unter der kostenfreien Nummer 0800 – 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 173 gebucht werden.

Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist das Angebot kostenlos.
Der Heiz-Check wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Dienstag 17. Januar 2017

Geringer Einsatz für hohen Nutzen

Programmierbare Thermostate sparen bares Geld

programmierbares Heizkörperventil

Regelbare Heizkörperthermostate sind der Standard. Zusätzlich programmierbare Geräte schaffen mehr Komfort und regeln den Einsatz der Heizenergie zeitgenau. Effekt: geringere Heizkosten. „Ihre Anschaffung rentiert sich schnell“, sagt Jan Münster, Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH.

Vielen stoßen die hohen Heizkosten bei der aktuell kalten Witterung bitter auf. Denn Energie kostet Geld. Wer zunächst ohne hohen Aufwand sparen will, dem empfiehlt die unabhängige Energieagentur Landkreis Lörrach eine relativ preisgünstige Anschaffung: programmierbare Heizkörperventile.
„Schon für unter 20 Euro gibt es brauchbare Modelle“, berichtet Münster. Sie passen in der Regel auf alle gängigen Thermostatventile und lassen sich unkompliziert montieren: Ein Ablassen des Heizungswassers oder ein Eingriff in das Heizungssystem sind dafür nicht notwendig.

Die Thermostate erlauben es, pro Wochentag individuell mehrere Heizzeiten und auch die Nachabsenkung einzustellen. Der Heizkörper wird also nur warm, wenn es notwendig ist – und das spart eine Menge Energie und damit Bares. Wer etwas Spielraum nach vorne gibt, auf den wartet schon eine behagliche Temperatur, wenn er nach Hause kommt. Auch längere Abwesenheitszeiten oder ein erweiterter Heizbedarf lassen sich jederzeit regeln. Die Bedienung ist einfach und erfordert keine Programmierkenntnisse.

„Weitere Kosten können durch die richtige Einstellung der Heizungsanlage eingespart werden“, erklärt Jan Münster. Hier lassen sich Heiz- und Absenkzeiten zentral vorgeben. Und bei Abwesenheit über ein langes Wochenende oder bei einem Urlaub ist der Sparbetrieb angesagt. Noch einen Schritt weiter gehen spezielle Apps: Wer morgens noch nicht weiß, wann er zurückkommt, kann darüber der Heizung seine Ankunftszeit von unterwegs melden – auch aus dem Urlaub. Das zuvor installierte System kommuniziert mit der App. Es lässt sich auch direkt vorab programmieren.

Am meisten Energie sparen Besitzerinnen und Besitzer betagter Heizungsanlagen allerdings, wenn Sie ihren Oldtimer durch ein hocheffizientes neues Gerät ersetzen. Dafür gibt es Fördermittel vom Bund und vom Land. Die fallen noch höher aus, wenn erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Anteilig schreibt das baden-württembergische EWärmeG (Erneuerbare-Wärme-Gesetz) dies bei einem Heizungstausch vor.

Lassen Sie sich kompetent und neutral von Ihrer Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH beraten. Deren Fachleute informieren Sie umfassend über alle Schritte einer energetischen Sanierung und kennen die richtigen Fördertöpfe. Die Erstberatung ist kostenlos.

Weiterführende Links

Thermostate richtig einstellen und bedienen:
Die häufigsten Fragen und die 12 besten Tipps von co2online

Wer’s genauer wissen will:
Studie des Öko-Instituts zu programmierbaren Heizkörperthermostaten

Das baden-württembergische EWärmeG (Erneuerbare-Wärme-Gesetz)

Montag 16. Januar 2017

Winterzeit – der Schimmel blüht auf

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Vermeidung von Schimmelbefall

Kooperation VZ_EA LKR LÖ

Schwarze Flecken, modriger Geruch – gerade in der kalten Jahreszeit breitet sich in vielen Wohnungen wieder Feuchtigkeit und Schimmel aus. Mehr als 12 Prozent der Bevölkerung ist nach eigener Einschätzung von Feuchtigkeitsschäden betroffen. Darauf weist das Statistische Bundesamt in seinem Jahrbuch hin. Martin Jürgens, Experte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach, erläutert die Ursachen des Schimmelbefalls und erklärt, wie man die eigene Wohnung schützen kann:

Auch ungenutzte Räume niedrig heizen

Jürgens: In der kalten Jahreszeit ist es wichtig, alle Räume regelmäßig zu beheizen, um das Auskühlen der Wände und damit einhergehende Feuchtigkeits- und Schimmelbildung zu vermeiden. Dass Haushalte angesichts wie-der steigender Energiekosten ihren Heizbedarf senken wollen, ist absolut verständlich. Doch wird oft am falschen Ende gespart. Gerade Räume, die im Winter nicht oder nur unzureichend beheizt werden, bieten dem Schimmel einen hervorragenden Nährboden. Daher sollten Raumtemperaturen von 16 Grad Celsius nicht unterschritten werden.

Lüften, Lüften, Lüften – aber keine Dauerlüftung durch Kippstellung

Jürgens: Abzuraten ist von dauerhaftem Kipplüften. Dabei wird nur Wärme zum Fenster hinausgeheizt. Wesentlich sparsamer und effektiver ist dagegen mehrmaliges Stoßlüften in allen Räumen für mindestens fünf Minuten, um einen Austausch zwischen feuchter Innen- und trockener Außenluft vorzunehmen. In Räumen, in denen viel Feuchtigkeit entsteht, wie zum Beispiel in der Küche, im Bad oder beim Wäschetrocknen, muss zusätzlich gelüftet werden. Lüften sollte man ab 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit, um feuchte Wände und Schimmelbildung zu vermeiden. Feststellen lässt sich dies mit dem Hygrometer, mit dem die Luftfeuchtigkeit in den einzelnen Räumen gemessen werden kann. Außerdem kann man damit auch den Lüfterfolg kontrollieren.

Was tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist?

Jürgens: Sind Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung festgestellt worden, sollten Vermieter ihren Vermieter darüber informieren. Dieser sollte dann einen Fachmann zu Rate ziehen, um das Ausmaß der Schäden zu prüfen und entsprechende Schritte zur Trocknung der betreffenden Stellen einzuleiten. Nur Fachleute können außerdem sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt werden. Einfach nur weiß überstreichen löst das Problem dagegen nicht!

Darüber hinaus hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch.

Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Dienstag 10. Januar 2017

Der KfW-Award "Bauen und Wohnen" 2017:

Bewerben Sie sich jetzt!

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Wettbewerb um den KfW-Award “Bauen und Wohnen” geht in eine neue Runde. Unter dem Motto “Ausbauen, Anbauen, Umbauen – effizient Wohnraum schaffen und modernisieren” werden in 2017 wieder zukunftsweisende Bauprojekte prämiert. Sie wollen dabei sein? Hier finden Sie alle Informationen dazu.

Wer kann mitmachen?

Mitmachen können private Bauherren oder Baugemeinschaften, die in den letzten 5 Jahren ein Gebäude modernisiert, belebt oder umgestaltet und dabei Wohnraum geschaffen oder verbessert haben.

Ihr Projekt zeichnet sich durch eine gelungene Balance aus Architektur- und Erscheinungsbild, Energie- und Kosteneffizienz, optimale Raum- und Flächennutzung sowie individuelle Wohnlichkeit aus?

Dann bewerben Sie sich jetzt unter www.kfw.de/award-bewerbung.

Was gibt es zu gewinnen?

Auf die Gewinner warten Preisgelder im Gesamtwert von 30.000 Euro. Die ersten 5 Gewinner erhalten zusammen 25.000 Euro. Die weiteren 5 am besten bewerteten Projekte können sich jeweils über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freuen.

Machen Sie mit! Die KfW-Bankengruppe ist schon gespannt auf Ihre Bewerbung.

Weitere Informationen und den Kontakt zur KfW finden Sie hier:

KfW
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Tel: 069 74 31-0
Fax: 069 74 31-29 44
E-Mail: VLInxKreditF@kfw.de
Web: www.kfw.de

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