Donnerstag 07. Juni 2018

WM-Tipp: Stromfresser ins Abseits stellen

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach gibt Tipps zum Neukauf von Fernsehgeräten

Kooperation VZ_EA LKR LÖ

Lörrach, 07.06.2018 – Die Fußballweltmeisterschaft steht vor der Tür – für viele Fans ist das auch ein Anlass, sich ein neues TV-Gerät zu kaufen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach gibt Tipps, damit die Neuanschaffung kein Eigentor wird:

Tipp #1: Auf den Energieverbrauch achten

Auch bei TV-Geräten hat die LED-Technik längst Einzug gehalten. Alte und große Plasmafernseher verbrauchen gegenüber neuen LED-Geräten deutlich mehr Strom. Bei gleicher Bilddiagonale (46 Zoll) und Auflösung ist es keine Seltenheit, dass ein Plasmagerät 160 Watt pro Jahr aus der Steckdose zieht, während sich ein modernes LED-Gerät mit nur 45 Watt begnügt.

Tipp #2: Stand-by ausschalten

Beim Neukauf sollten Verbraucher darauf achten, dass sich der Fernseher vollständig vom Netz trennen lässt. Andernfalls verbraucht er im Stand-by-Modus rund um die Uhr unnötig Strom. Mit einer schaltbaren Steckdosenleiste oder einer funkgesteuerten Steckdose drehen Sie auch älteren Fernsehgeräten ohne Ausschalter zuverlässig den Strom ab.

Tipp #3: Bildschirmgröße richtig wählen

Je größer der Bildschirm ist, desto höher ist auch der Stromverbrauch. Denn mit der Bilddiagonale nimmt die Fläche zu, die beleuchtet werden muss. Als Faustformel für die passende Größe gilt: Bildschirmdiagonale mal 2,5 gleich ungefährer Sitzabstand.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale beantwortet alle Fragen rund um das Thema Energiesparen in privaten Haushalten: online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informiert anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Beratungstermine sind unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170 erhältlich.

Weitere Informationen finden Sie auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Freitag 23. März 2018

Frühjahrsdiät für die Stromrechnung

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Landkreis Lörrach helfen beim persönlichen Sparprogramm

Kooperation VZ_EA LKR LÖ

Lörrach, 22.03.2018 – Im Frühjahr blickt mancher mit Kummer auf die Rettungsröllchen, die der Winter hinterlassen hat. Doch nicht nur Menschen setzen in der kalten Jahreszeit gerne ein paar Reserven an, auch die Stromrechnung legt oftmals kräftig zu. Dann ist es Zeit für eine Radikaldiät: Mathias Muschal, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach, erklärt, wie die Rechnung abspeckt. „Bei der Diät für Ihre Stromrechnung heißt es zuerst: Wo entwischt Energie?“ erklärt Muschal.

Um das Zuhause auf Schlupflöcher zu überprüfen empfiehlt Muschal für den Anfang die folgende Checkliste:

  • Stromverbrauch: Wie hoch ist der Stromverbrauch? Liegt er über dem Durchschnitt ähnlicher Haushalte? Hat er sich in den vergangenen Jahren verändert?
  • Kühlschrank, Waschmaschine und Co.: Welche Haushaltsgeräte sind im Einsatz? Wie alt sind sie? Wo stehen sie? Wie und wie häufig werden sie genutzt?
  • Lampen und Leuchten: Wie wird die Wohnung beleuchtet? Gibt es noch viele alte „Glühbirnen“, oder schon viele Energiesparleuchten und LEDs?
  • Unterhaltungselektronik: Wie viele Geräte (Notebook, Drucker, Fernseher, DVD-Player, Stereoanlage etc.) sind im Dauerbetrieb? Lassen sie sich ganz ausschalten, oder leuchtet ständig ein Stand-by-Lämpchen?

„Wer diese Liste durchgeht und erste Maßnahmen umsetzt, ist schon einen großen Schritt weiter hin zu einer schlanken Stromrechnung. Schnell gemacht ist es zum Beispiel alle Glühbirnen durch LEDs ersetzen.“, verspricht die Experte. Und ergänzt: „Bleiben Sie dran – behalten Sie Ihren Stromzähler im Blick. So wissen Sie schon vor der nächsten Rechnung, wie erfolgreich Ihr Sparprogramm war.“ Hierbei hilft die Zähler-Check Karte der Energieberatung der Verbraucherzentrale, mit der sich die Stromzählerstände übersichtlich erfassen lassen.

Bei allen Fragen zum Stromsparen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informiert anbieterunabhängig und individuell. Für einkommens-schwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Montag 15. Januar 2018

Dem Schimmel auf der Spur

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale und Energieagentur Landkreis Lörrach geben Tipps zur Vermeidung von Schimmelbefall

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Lörrach, 11.01.2018 – Schimmel im Haus ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch die Gesundheit der Bewohner gefährden. Besonders im Winter ist Vorsorge nötig, damit sich die lästigen Pilze nicht einnisten. Mathias Muschal, Energieexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Landkreis Lörrach, beantworten drei häufige Fragen zum Thema Schimmel:

Was sind Ursachen für Schimmel?
Mathias Muschal: Schimmel entsteht häufig, wenn sich an Wänden Tauwassser bildet. Das passiert zum Beispiel, wenn feuchte Raumluft an kalten Oberflächen abkühlt. Am besten lässt sich dies an einer kalten Getränkeflasche verdeutlichen, die an einem heißen Sommertag aus dem Kühlschrank genommen wird. In vielen Fällen entsteht Schimmel auch, wegen der Kombination aus falschen Gewohnheiten beim Heizen und Lüften und einem schlechten Wärmeschutz des Gebäudes.

Was tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist?
Mathias Muschal: Werden Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung festgestellt, sollten Mieter ihren Vermieter entsprechend informieren. Sind größere Flächen betroffen, sollten Verbraucher und Vermieter einen Fachmann hinzuziehen. Dieser prüft das Ausmaß des Schimmelbefalls und kann entsprechende Schritte zur Instandsetzung einleiten. Wichtig ist nicht nur, den Schimmel vollständig zu entfernen, sondern auch eine gründliche Ursachenforschung zu betreiben, damit eine erneute Schimmelbildung in Zukunft vermieden werden kann. Einfach nur weiß überstreichen löst das Problem nicht.

Kann eine gute Wärmedämmung Schimmel vermeiden?
Mathias Muschal: Ja! Je besser ein Haus gedämmt ist, desto geringer ist das Schimmelpilzrisiko. Sind die Wände innen wärmer reduziert sich die Gefahr von Tauwasserbildung. Feuchte Raumluft muss aber natürlich trotzdem durch die Fenster weggelüftet werden. Obwohl oft das Gegenteil behauptet wird, findet durch nicht gedämmte Außenwände kein nennenswerter Luftaustausch statt. Daher hat die Dämmung auf der Außenseite einer Wand keinen Einfluss auf den Luftaustausch im Gebäude. Was viele Verbraucher nicht wissen: Bei der Erneuerung der Fenster ohne gleichzeitige Dämmung der angrenzenden Bauteile erhöht sich das Schimmelrisiko signifikant.
Darüber hinaus hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Landkreis Lörrach unter 07621 – 16 16 170. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Freitag 15. September 2017

Mit nachhaltiger Wärmeenergie in die Zukunft

Die Gemeinde Grenzach verstärkt ihre Bemühungen zum Klimaschutz und lässt ein Konzept für eine zukunftsfähige Energieversorgung des Quartiers „Neue Mitte Grenzach“ erstellen. Lesen Sie hier mehr.

Die Gemeinde Grenzach verstärkt ihre Bemühungen zum Klimaschutz. Aktuell lässt sie durch die Energieagentur des Landkreises in Zusammenarbeit mit Energiedienst ein Konzept für eine zukunftsfähige Energieversorgung des Quartiers „Neue Mitte Grenzach“ erstellen. Dabei soll die Bevölkerung im Quartier und der ganzen Stadt intensiv eingebunden werden.
Zum Auftakt lädt die Gemeindeverwaltung zu einer ersten Bürgerversammlung am 25. September 2017 um 19 Uhr ins Haus der Begegnung (Scheffelstraße 3a in Grenzach). Dabei werden Ziele und Hintergründe des Projektes erläutert und die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen eingeladen.

“Klimaschutz und energetische Innovation haben in Grenzach-Wyhlen kommunalpolitisch einen hohen Stellenwert. Die Gemeinde Grenzach-Wyhlen geht daher beim Klimaschutz voran und lässt für das Quartier “Neue Mitte Grenzach” ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Energieversorgungskonzept entwickeln. Dies dient auch einer langfristig günstigen, effizienten und sicheren Versorgung der Haushalte in Grenzach-Wyhlen. Mit der Untersuchung nehmen wir zudem eine wichtige Maßnahme aus dem im Jahr 2015 erstellten Klimaschutzkonzept in Angriff”, erklärt Bürgermeister Dr. Tobias Benz. “Wir freuen uns, mit der Energieagentur des Landkreises und Energiedienst zwei starke regionalen Partner an unserer Seite zu haben”, so der Bürgermeister weiter.

„Für den Erfolg des Projektes sind wir auf die aktive Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Das betrifft insbesondere die aktuelle Datenerhebung. Wir freuen uns aber auch über jede Idee, Anregung oder Kritik aus der Bürgerschaft“, so Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur. Die Stadt bittet in diesem Zusammenhang um die Beantwortung der Fragebögen, die den Haushalten im Quartier Mitte August zugesandt wurden.

Einladung zum Pressegespräch

Die Gemeinde Grenzach lädt in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Landkreis Lörrach und Energiedienst zu einem Pressegespräch zur Vorstellung des Prozesses zur Erstellung eines energetischen Quartierskonzepts für die „Neue Mitte“ in Grenzach am Donnerstag, 21. September um 14 Uhr im Rathaus Grenzach. Es wird eine Vorstellung der Grundlagen eines energetischen Quartierskonzepts sowie der geplanten Schritte geben. Alle Pressevertreter sind herzlich eingeladen, wir freuen uns auf Ihr Kommen. Wir bitten um eine kurze Rückmeldung über Ihre Teilnahme an anselm.laube@energieagentur-loerrach-landkreis.de.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Silke d’Aubert
Pressestelle E-Mail: presse@grenzach-wyhlen.de
Gemeinde Grenzach-Wyhlen
Tel. 07624/32-360

Freitag 12. Mai 2017

Unabhängig und klimaschonend heizen mit Nahwärme

Der Anschluss an ein Wärmenetz bringt Sicherheit und mehr Platz im Keller
Lesen Sie hier mehr.

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Bestehende Möglichkeiten nutzen
Unabhängig und klimaschonend heizen mit Nahwärme
Der Anschluss an ein Wärmenetz bringt Sicherheit und mehr Platz im Keller

Bei der Diskussion um klimaschonendes Heizen dreht es sich meist um die Anlage im eigenen Keller. Eine besonders günstige, klimafreundliche Variante sind jedoch auch Wärmenetze. Sie verteilen Wärme aus Anlagen, die beispielsweise mit Biomasse, Abwärme aus Gewerbe und Industrie, Solarthermie oder Erdwärme betrieben werden. Auch Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) gehören maßgeblich dazu. Sie werden heute noch mit Erdgas betrieben und nutzen den Brennstoff bestmöglich aus. In vielen Gebieten besteht schon jetzt die Möglichkeit, sich an ein solches Wärmenetz anzuschließen. Vorteile für die Kunden: Eine sichere, zuverlässige Wärmeversorgung oft mit heimischen Energieträgern, mehr Platz im Keller, die Heizungswartung entfällt. In der Heizzentrale kann der jeweils günstigste Brennstoff eingesetzt werden. Der Vorteil fürs Klima: mehr Effizienz bei der Wärmeerzeugung und die einfachere Nutzung erneuerbarer Energien. Für das Programm „Energieeffiziente Wärmenetze“ erhöhte die baden-württembergische Landesregierung kürzlich die Fördersumme. Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen und bauen wollen, können bis zu 400.000 Euro Förderung aus dem Topf beantragen. „Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich für den Anschluss an ein lokales Wärmenetz interessieren, desto schneller wird diese günstige und klimaschonende Heiz-Variante fürs Quartier oder den Ort ausgebaut“, ist Jan Münster, Leiter der regionalen Energieagentur Landkreis Lörrach sicher. Er empfiehlt, sich vor Ort zu informieren.

Ist es an der Zeit, eine veraltete Heizungsanlage zu ersetzen, lohnt der Blick auf Alternativen. Eine Möglichkeit ist, zu Hause auf erneuerbare Energie umzustellen. Eine andere Variante ist der Anschluss an ein Wärmenetz, auch Nahwärme genannt.

Welche Vorteile bieten Wärmenetze?

1: Preiswert und sauber

In der Heizzentrale eines Wärmenetzes stehen oft verschiedene Energiequellen zur Verfügung. Das können ein Holzhackschnitzelkessel, ein Blockheizkraftwerk oder auch eine Solarwärmeanlage sein. Dem Betreiber ist es damit möglich, den jeweils günstigsten Energieträger zu nutzen. Jeder dieser Wärmeerzeuger kann in einer großen Heizzentrale effizienter und kostengünstiger eingesetzt werden als in einzelnen Gebäuden. Außerdem lassen sich zentral Erweiterungen sehr einfach durch Kombination verschiedener Wärmeerzeuger realisieren. Das gleiche gilt für die Speicherung der Wärme. Auch die Nutzung von Abwärme aus der Industrie funktioniert nur in großem Maßstab. Diese Methoden erzeugen die Wärme kostengünstig, effizient und sauber. Achten sollte man darauf, dass der Netzbetreiber und Wärmelieferant, an den man sich bindet, seine Kosten transparent macht. Mitglieder von Genossenschaften werden Miteigentümer ihres Wärmenetzes.

2: Wenig Aufwand, wenig Platzbedarf

Ist der alte Heizkessel einmal raus, wird es im Keller leerer. Denn die Wärmeübergabestation eines Wärmenetzes braucht sehr wenig Raum. Und wer das Warmwasser über einen Durchlauferhitzer erwärmt, gewinnt zusätzlich Platz. Wärmekunden haben künftig weniger Arbeit: Das Kümmern um die Heizungsanlage, das Beschaffen des Brennstoffes oder Schornsteinfegertermine entfallen. All diese Aufgaben übernimmt der Wärmelieferant und Netzbetreiber.

3: Kundenwerbung bringt echte Vorteile

Je mehr Haushalte und Gebäude an ein Wärmenetz angeschlossen sind, desto effizienter kann es arbeiten. Denn jedes Wärmenetz hat Verluste. Diese hängen wesentlich von der Qualität der Dämmung ab. Außerdem spielt die Bebauung des Gebiets eine wichtige Rolle: In verdichtet bebauten, urbanen Gebieten sind die Verluste anteilig viel niedriger als in dörflichen Siedlungen. In der Regel bleiben sie unter 20 Prozent der eingespeisten Wärme, häufig noch deutlich darunter. „Je mehr Kunden sich an ein Wärmenetz anschließen, desto günstiger wird es also“, fast Jan Münster zusammen.

Nachfragen lohnt sich

Für ein Wärmenetz kommen viele Konzepte in Frage (Beispiele: siehe unten), da Nahwärmesysteme sehr flexibel sind. Welche Variante die Basis des Wärmenetzes bildet, ist relativ egal. Entscheidend für dessen Entstehen und Ausbau ist das Überwinden einer Anfangshürde: Eine Mindestzahl von Gebäuden muss an das Netz angeschlossen sein, damit es wirtschaftlich betrieben werden kann. Das gilt für Neubaugebiete, vor allem aber für bestehende Quartiere. „Je mehr Menschen sich für ein Wärmenetz entscheiden oder bei ihrer Kommune oder ihrem Energieversorger danach fragen, desto schneller steigt also die Chance, diese zukunftsträchtige Art der Wärmeversorgung voranzubringen“, sagt Münster.

„Zu guter Letzt taucht bei Interessierten immer wieder einmal die Frage auf, ob sie nicht Angst haben müssen, ihre eigene Wärmeversorgung aus der Hand zu geben oder nicht mehr ‚autark‘ zu sein“, sagt Jan Münster. „Die Antwort ist: nein. Wir stellen uns diese Frage doch auch nicht bei der Wasserversorgung oder der Abwasserentsorgung. Eher sind wir froh, an ein großes leistungsfähiges Kanalnetz angeschlossen zu sein. Niemand trauert dem Brunnen im Garten nach.“ Genau so können (künftige) Nahwärme-Kunden es betrachten – sofern die Preisgestaltung transparent ist.

Informationen zu allen umweltfreundlichen Heizsystemen, zu energetischem Sanieren und allen relevanten Förderprogrammen für Haushalte, Kommunen und Unternehmen gibt es bei der unabhängig beratenden Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH.

Beispiele
Wie kann sich der Laie ein Versorgungssystem mit Nahwärme vorstellen?

  • Ein größeres Blockheizkraftwerk (BHKW) – das ist ein stationär installierter Motor, der in der Regel mit Erdgas betrieben wird – erzeugt Strom und Wärme. Der Strom wird ins Netz eingespeist und verbessert damit die Versorgungssicherheit. Die Wärme leitet der Betreiber in das Wärmenetz und versorgt damit beispielsweise kommunale Gebäude sowie die umliegenden private Wohngebäude. Die Belastung für das Klima ist wegen der guten Brennstoffausnutzung so klein wie möglich – trotz der fossilen Brennstoffe.
  • Ein zweites Beispiel sind große solare Wärmenetze wie sie derzeit vor allem in Dänemark sehr erfolgreich aufgebaut werden: Dort werden auf Flächen mit einigen tausend Quadratmetern Solarkollektoren installiert. Ein Wärmenetz verteilt sie dann an die angeschlossenen Gebäude. Hierbei fallen keine Brennstoffkosten und nur geringe Betriebskosten an. Auch hierzulande ließe sich mit solchen Anlagen lokal zumindest der Bedarf im Sommerhalbjahr decken.

Montag 03. April 2017

Presseinformation der Energieagentur zum Thema: Heizungstausch

Der nächste Winter kommt bestimmt – Jetzt in eine zeitgemäße Heizung investieren
Über 30 Jahre alte Kessel müssen raus

Holzpellets in hand

Unabhängige Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH erinnert auch an das EWärmeG und empfiehlt Überprüfung älterer Heizungsanlagen / Austausch lohnt teilweise schon vor Ende der Frist

Mit 30 gilt ein Mensch noch als jung. Anders bei Heizungsanlagen: Sie sind nach dieser Zeit definitiv technisch überholt. Die Oldies verbrauchen übermäßig viel Brennstoff und sind wartungsanfällig. Für Heizkessel, die mehr als drei Jahrzehnte in Betrieb sind, schreibt die EnEV (Energieeinsparverordnung) daher seit 2014 einen Austausch vor. Die Regelung betrifft 2017 rund eine Million alte Gas- und Ölheizungen. „Jetzt ist die richtige Zeit, um alte Anlagen zu erneuern“, sagt Jan Münster, Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Er erinnert gleichzeitig daran, dass baden-württembergische Hauseigentümer nach einem Heizungstausch das EWärmeG, das Erneuerbare-Wärme-Gesetz, beachten müssen. Dieses besagt, dass bei Inbetriebnahme einer neuen Heizung 15 Prozent der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen müssen.

Von den 21 Millionen Heizungsanlagen, die in deutschen Kellern stehen, ist rund ein Fünftel älter als 27 Jahre. Das ergab 2014 eine Studie des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft. Älter als 30 Jahre sind nach Schätzungen eine Million Heizkessel. Die meisten davon dürfen laut EnEV nicht mehr länger laufen. „Diese Regelung gilt für Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung von vier bis 400 Kilowatt“, sagt Jan Münster. Brennwert- und Niedertemperaturkessel sind nicht betroffen. Eine weitere Ausnahme gilt für Anlagen von Hausbesitzerinnen und -besitzern, die seit 2002 oder länger in ihrem Eigenheim wohnen. Der Schornsteinfeger prüft, ob die Vorschrift eingehalten wird.

Wann ist die Heizung „alt“?

Eine energetische Prüfung durch einen Fachbetrieb lohnt sich bereits, wenn die Heizungsanlage seit rund 20 Jahre läuft. Denn neben einer erhöhten Anfälligkeit für Störungen kann ein Austausch oftmals wirtschaftlich sein. Moderne Brennwertkessel verbrauchen zehn bis 25 Prozent weniger Brennstoff als ihre alten Kollegen. Auch wenn die neue Anlage ein paar tausend Euro kostet, lohnt sich das finanziell – und entlastet das globale Klimakonto. Wie alt ein Kessel ist, lässt sich am Typenschild der Anlage ablesen oder aus dem Protokoll des Schornsteinfegers.

Erneuerbare Energie einsetzen

Wer in Baden-Württemberg seine Heizungsanlage erneuert, muss dabei das EWärmeG (Erneuerbare-Wärme-Gesetz) beachten. Es besagt, dass bei Inbetriebnahme einer neuen Heizung 15 Prozent der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Erneuerbare Quellen sind Solarthermie, Holz, Biogas, Bioöl und Wärmepumpen. „Um die Auflage zu erfüllen, stehen aber auch etliche Zusatzoptionen zur Wahl“, erklärt der Agenturleiter.. Dazu zählen etwa die Gebäudedämmung, der Einsatz von Photovoltaik, die Kraft-Wärme-Kopplung und ein finanziell geförderter Sanierungsfahrplan fürs Gebäude. Die Regierung will mit dem Gesetz erneuerbaren Energien den Weg bereiten und fossile Brennstoffe zugunsten des Klimaschutzes zurückdrängen. Denn die Heizung und die Warmwasserbereitung verursachen knapp ein Viertel der Treibhausgasemissionen im Land. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch lag in Baden-Württemberg 2014 bei rund 13 Prozent.

Die Fachleute der Energieagentur empfehlen, einen Austausch der Heizungsanlage jetzt schon zu planen. Denn nach einer qualifizierten Beratung folgt die Entscheidung, welcher Heizungstyp mit welcher Leistung und Technik am besten passt. Auch parallele Maßnahmen wie der Austausch der ungeregelten Heizungspumpe, eine Isolierung der Heizungsrohre und ein hydraulischer Abgleich kommen am besten gleich mit in die Planung. Inklusive der Installation gehen dafür schnell ein paar Monate ins Land – und dann werden die Nächte schon wieder kühler.

Detaillierte und neutrale Informationen zur Austauschpflicht für alte Heizungen, zum EWärmeG und allen anderen Themen rund um die energetische Gebäudesanierung erhalten Interessierte bei der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Auch mit den einschlägigen Förderprogrammen sind die Spezialisten bestens vertraut.

Weiterführende Links

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Erneuerbare-Wärme-Gesetz
FAQ EWärmeG

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB):
Informationen zur Energieeinsparverordnung

enev-online:
Alte Heizkessel abschalten und erneuern: Was sollten Eigentümer, Käufer und Erben wissen?

Donnerstag 08. Dezember 2016

Neuer Schwung für die Zukunftsthemen Energieeffizienz und Energiewende in der Region

Kooperation der Energieagenturen Schwarzwald-Hochrhein und Landkreis Lörrach

Kooperation der EAs

Zum Dezember 2016 ist die Kooperation der beiden regionalen Energieagenturen in den Landkreisen Waldshut und Lörrach gestartet. Mit dieser auf zunächst zwei Jahre angelegten Zusammenarbeit sollen die Kapazitäten in Sachen Energieberatung in der Region und speziell im Landkreis Waldshut weiter gebündelt und ausgebaut werden.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit unseren Nachbarn diese Kooperation eingehen können“, so Landrat Martin Kistler, „wir wollen damit gerade unseren kleinen und mittelständischen Betrieben, sowie den Kommunen eine starke und unabhängige Unterstützung an die Hand geben, wenn es darum geht, Potenziale für Kosteneinsparung zu finden und die Chancen der Energiewende zu nutzen. Der Landkreis Waldshut selbst wird sein Engagement in Sachen Klimaschutz darüber hinaus ab dem kommenden Jahr mit der Teilnahme am European Energy Award (eea) auf systematische Füße stellen und weiter intensivieren.

Das Angebot der Energieagenturen deckt eine große Bandbreite ab. Angefangen bei der konkreten Beratung zu Gebäudesanierung und Fördermittelberatung, stehen auch Fragen von Energiemanagement, Prozessoptimierung bis hin zur energetischen Analyse ganzer Stadtteile mit Hilfe von Quartierskonzepten und Klimaschutzkonzepten im Fokus der Arbeit.
Die bei der Energieagentur Landkreis Lörrach angesiedelte Kompetenzstelle für Energieeffizienz der Region Hochrhein-Bodensee (KEFF) wird dabei insbesondere mit den kleinen und mittelständischen Betrieben zusammenarbeiten.

„Energieeffizienz ist ein Zukunftsthema für die Kommunalentwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, betont Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur Landkreis Lörrach.
Thomas Kaiser, Geschäftsführer der Energieagentur Schwarzwald-Hochrhein ergänzt, „mit unserem Angebot sind wir gut aufgestellt. Gerade auch unsere Handwerksbetriebe können einen wichtigen Teil zum Gelingen der Energiewende beitragen – durch eigene Lösungen und dadurch, dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen und „den eigenen Laden“ in Sachen Energieeinsparung und Kostensenkung gut aufstellen“.

Nicht zuletzt soll im Rahmen der Kooperation das Netzwerk und der Austausch zwischen den Akteuren der Region gefördert werden, um gemeinsam die Herausforderung der Energiewende erfolgreich zu gestalten.
Ab sofort werden die Berater der Energieagenturen verstärkt auf die Gemeinden und Betriebe im Landkreis zugehen und das Angebot vor Ort vorstellen.

Rückfragen bitte an:
Herrn Anselm Laube
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
Telefon: +49 (0)76 21 16 16 17 -0
Fax: +49 (0)76 21 16 16 17 -9
Mail: anselm.laube@energieagentur-loerrach-landkreis.de

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