Donnerstag 29. September 2016

Erfüllungsoption fürs EWärmeG: Schlau und behaglich heizen mit Holzöfen Immissionsschutz und Wirkungsgrad beachten / Nicht alle Öfen werden anerkannt

Langsam kommen die Pullover wieder aus dem Schrank. Zeit, über Wärme im Haus nachzudenken. Wer seine Heizungsanlage austauscht, muss das seit Juli 2015 aktualisierte baden-württembergische Erneuerbare-Wärme-Gesetz beachten. Eine Erfüllungsoption für Privathaushalte sind Holz- und Pelletöfen. Die unabhängige Energieagentur Landkreis Lörrach nennt die Bedingungen.

zwei Frauen vor Kamin

Nach rund 15 Jahren gilt eine Heizungsanlage als veraltet und sollte ersetzt werden. Das allerdings ist nicht immer planbar. Häufig werden Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer von der Aufgabe überrumpelt, eine neue Heizung auswählen zu müssen: Die alte ist kaputt. Grund, sich rechtzeitig Gedanken zu machen.

Nach einem Heizungstausch müssen künftig 15 Prozent der Heizenergie aus erneuerbaren Quellen stammen – so schreibt es das baden-württembergische Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) vor. Um diese Vorgabe zu erfüllen, gibt es viele Möglichkeiten. Zu den Ersatzoptionen gehören auch einzelne Holz- oder Kaminöfen im Zimmer – sowohl neue als auch bestehende.

Dies sind die Voraussetzungen für die Anerkennung:

  • Der Ofen beheizt mindestens 30 Prozent der Wohnfläche. Alternativ kann er mit einem Wasserwärmeüberträger ausgestattet und damit in das zentrale Heizungssystem eingebunden sein.
  • Akzeptiert werden Grundöfen, Pelletöfen sowie Kamineinsätze und Heizeinsätze für Kachel- und Putzöfen. Kaminöfen und Schwedenöfen erkennt das EWärmeG nicht an.
  • Um die Feinstaubbelastung im gesetzlichen Rahmen zu halten, müssen alle Einzelöfen die Bestimmungen der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung einhalten.
  • Als Brennmaterial sind ausschließlich naturbelassene Holzstücke oder Holpellets erlaubt.
  • Als Mindestwirkungsgrad gilt für Kamin- oder Heizeinsätze für Putz- und Kachelöfen ein Wert von 80 Prozent. Bei Pelletöfen sind es 90 Prozent. Für Grundöfen gibt es keine Vorgabe.

Jan Münster, Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach, empfiehlt Hausbesitzern, sich vor dem Kauf eines Holzofens gut beraten zu lassen: “Wer einen Einzelofen als Erfüllungsoption fürs EWärmeG einsetzen will, muss alle Voraussetzungen erfüllen.”

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, um nach einem Heizungstausch dem EWärmeG gerecht zu werden. Dazu gehören die Installation von Photovoltaik oder Solarthermie, das Anbringen einer Wärmedämmung, der Einsatz einer Wärmepumpe oder einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage sowie die Verwendung von Bioöl oder Biogas. Auch wer sich einen detaillierten Sanierungsfahrplan erstellen lässt, erfüllt das Gesetz zumindest zum Teil.

Detaillierte und neutrale Informationen dazu erhalten Interessierte bei der Energieagentur Landkreis Lörrach. Auch zu weiteren Themen der energetischen Sanierung und zu den passenden Förderprogrammen gibt es hier fachkundigen Rat.

Weiterführende Informationen

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg:
• Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG)
FAQ EWärmeG
• Mustervortrag EWärmeG

Zukunft Altbau
• EWärmeG (Informationsmaterialien, Film, Tool, App)

Donnerstag 07. April 2016

Presseinformation der Energieagentur zum Thema: Neuer Standard seit 1. April: KfW-Effizienzhaus 40 Plus

Höchste Förderung für Neubauten, die Energie erzeugen
20 Jahre Zinsbindung / Bis zu 100.000 Euro Kreditsumme

Mit dem eigenen Haus Energie erzeugen – wer so baut, wird seit 1. April 2016 finanziell belohnt. 15 Prozent Tilgungszuschuss zahlt die KfW-Bank für Neubauten, die dem neuen Standard „Effizienzhaus 40 Plus“ entsprechen. Für die übrigen KfW-Standards im Programm „Energieeffizient bauen“ gelten leicht veränderte Bedingungen.

Zum nebenstehenden Bild:

Klimaschutz lohnt sich: Wer mit seinem neuen Haus Energie erzeugen und speichern kann, erhält jetzt besonders hohe Fördergelder.

Neu errichtete Gebäude, die Energie erzeugen und speichern können und die ihren geringen Energiebedarf annähernd selbst decken, erhalten seit dem 1. April 2016 eine besondere Förderung. Die KfW-Bank führte jetzt den Standard „Effizienzhaus 40 Plus“ in ihrem Programm „Energieeffizient Bauen“ (Programm-Nummer 153) ein. Neubauten, die dessen Anforderungen entsprechen, erhalten eine Förderung von 15 Prozent der Darlehenssumme als Tilgungszuschuss oder höchstens 15.000 Euro für jede Wohneinheit.

Weiterhin gefördert werden außerdem die bestehenden Standards KfW-Effizienzhaus 40 und 55. Für sie zahlt die KfW zehn beziehungsweise fünf Prozent Tilgungszuschuss oder maximal 10.000 beziehungsweise 5.000 Euro pro Wohneinheit. Zudem bietet die KfW nun ein vereinfachtes Nachweisverfahren für das Effizienzhaus 55 an.

Als zusätzliche Neuerung hebt die KfW-Bank den Kredithöchstbetrag pro Wohneinheit von bislang 50.000 auf 100.000 Euro an. Hier gilt zudem nun eine 20jährige Zinsbindung, was die Planungssicherheit deutlich erhöht. Last but not least steht der bislang Sanierungsobjekten vorbehaltene Baubegleitungszuschuss nun auch für Neubauten zur Verfügung (KfW-Programm-Nummer 431). Lassen der Bauherr oder die Bauherrin die energetische Fachplanung und Baubegleitung von einem unabhängigen Experten durchführen, sparen sie 50 Prozent der dafür anfallenden Kosten oder maximal 4.000 Euro.

Für das seit 2009 geförderte Effizienzhaus 70 endete mit dem 31. März die Unterstützung. Grund: Aufgrund der strengeren Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entspricht dieser Standard annähernd den gesetzlichen Mindestanforderungen für Wohnungsneubauten. Er stellt daher keinen Anreiz mehr dar.

In ihrem Programm „Energieeffizient bauen und sanieren“ fördert die KfW im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland die Energiewende. Sie unterstützt in diesem Zusammenhang sowohl einzelne Sanierungsmaßnahmen, die die Energieeffizienz steigern, als auch die energetische Komplettsanierung von Immobilien sowie den Bau von energieeffizienten Gebäuden. Haus- und Wohnungseigentümer erhalten Kredite zu günstigen Konditionen und Tilgungszuschüsse. Neben der Energieersparnis sichern sie sich gegen steigende Energiepreise ab und handeln im Sinne des Klimaschutzes. Je höher außerdem der energetische Standard einer Immobilie ist, desto mehr ist sie auch wert.

Die Fachleute der unabhängigen Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH informieren in allen Fragen rund um energetisches Bauen und Sanieren. Privatleute, Kommunen, Vereine und Unternehmen können sich zu einer kostenlosen Erstberatung anmelden.
Kontaktdaten:
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
79539 Lörrach
Tel.: 07621 161617-0
Fax: 07621 161617-9
E-Mail: info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Weiterführende Links
KfW: Energieeffizient Bauen

Dienstag 15. März 2016

Presseinformation der Energieagentur zum Thema: Ab 1. April Fördergeld beantragen Lüften mit System und Wohlgefühl

Für private Sanierer:
KfW zahlt Zuschüsse für Lüftungsanlagen

Einen satten Zuschuss zahlt die KfW-Bank jetzt privaten Sanierern, die sich beim Lüften nicht mehr auf die „Hand-Methode“ verlassen wollen. Bis zu 7.500 Euro Förderung pro Wohneinheit erhält, wer ein automatisches Lüftungssystem einbauen lässt. Welche Voraussetzung Antragstellende erfüllen müssen, lesen Sie hier.

Zum Bild:

Den Einbau einer Lüftungsanlage in Wohngebäuden belohnt die KfW-Bank jetzt mit hohem Fördergeld. Ab 1. April können die Zuschüsse beantragt werden.

„Energieeffizient Sanieren“ heißen die KfW-Programme, die sich an nachhaltig handelnde Bauherren richten. Wer seit dem 1. Januar 2016 eine neue Lüftungsanlage oder eine effiziente Heizung eingebaut hat oder es plant, kann hierfür jetzt Fördergeld bekommen. Den Antrag nimmt die Förderbank ab 1. April entgegen. An eine Bedingung ist der Zuschuss geknüpft: Parallel muss der oder die Antragstellende eine weitere förderfähige Maßnahme an der Gebäudehülle durchführen.

Lüftungsanlagen für Wohngebäude – Wozu?

Nicht jedem erklären sich die Vorteile einer sogenannten kontrollierten Wohnraumlüftung von selbst. Eine passend konzipierte Lüftungsanlage garantiert eine gleichmäßig gute und damit gesunde Qualität der Raumluft. Sie hat genügend Sauerstoff und die Feuchtigkeit ist draußen, bevor sie sich niederschlagen kann. Auch mögliche Schadstoffkonzentrationen werden minimiert. Als spürbares Ergebnis fühlt der Mensch sich durchweg wohl.

Der Fachmann unterscheidet zwischen zentralen und dezentralen Anlagen. Für renovierte Altbauten eignen sich letztere besonders. Sie werden in jedem Raum einzeln installiert, so dass der Einbau eines umfassenden Luftkanalsystems entfällt. Über Luftdurchlässe in den Außenwänden wird die Luft zu- und abgeführt. Besonders wichtig ist dies in Badezimmern und Küchen.

Besonders klimafreundlich: Wärmerückgewinnung

Beim „Öffnen der Luken“ entweicht naturgemäß auch Wärme ungenutzt nach außen, das gilt gleichermaßen für den automatischen Luftaustausch. Wer eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einbaut, hilft dem ab und handelt klimafreundlich. Denn bei dieser Technik entzieht ein Wärmetauscher der ausströmenden Luft 60 bis 80 Prozent ihrer Wärme. Damit wird die einströmende Luft vorgewärmt.

Antrag stellen ab dem 1. April

Ab April 2016 können Sanierende sowie Käufer von saniertem Wohnraum die neue Förderung nun beantragen. Den Einbau einer Lüftungsanlage unterstützt die KfW mit bis zu 6.250 oder 7.500 Euro pro Wohneinheit. Es gibt zwei Varianten: Kreditnehmer können sich über einen Tilgungszuschuss von bis zu 12,5 Prozent oder maximal 6.250 Euro freuen (Programm 151 / 152, Kredit). Wer sich für die zweite Version entscheidet, erhält 15 Prozent seiner investierten Umbaukosten oder maximal 7.500 Euro (Programm 430, Investitionszuschuss). Eine Bedingung für den Fördersegen gibt es allerdings: Der Eigentümer oder die Eigentümerin muss noch mindestens ein weiteres anderes Element an der Gebäudehülle energetisch sanieren, das förderfähig ist. Das kann beispielsweise der Einbau hochwertiger Fenster sein oder aber eine Dämmmaßnahme.

Auch Heizungstausch wird belohnt

Ebenfalls belohnt wird in den KfW-Programmen 151, 152 und 430 der Austausch einer alten, ineffizienten Heizung gegen eine moderne, sparsame Anlage. Die Förderbedingungen sind erfüllt, wenn die neue Heizung von einem Fachbetrieb optimal eingestellt wird.

Eine ausführliche Beratung rund um die energetische Sanierung erhalten Privatleute, Kommunen, Vereine und Unternehmen bei der unabhängigen Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Die Erstberatung ist kostenlos.
Kontaktdaten:
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
79539 Lörrach
Tel.: 07621 161617-1
Fax: 07621 161617-9
E-Mail: info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Weiterführende Links
KfW:
KfW-Programm 151 /152
KfW-Programm 430

co2online / Klima sucht Schutz:
Wohnraumlüftung: Lüften, Fenster, Lüftungsanlagen
Kontrollierte Wohnraumlüftung
Lüftungstechnik und Lüftungssyteme
Lüftungskonzept erstellen
Lüftungsanlagen: Das sind die Kosten

Montag 01. Februar 2016

Presseinformation der Energieagentur zum Thema "Seit 1. Januar sollen betagte Heizungsanlagen Farbe bekennen: Neues Label enttarnt alte Heizkessel"

Seit 1. Januar 2016 können Heizkessel, die seit mehr als 15 Jahren laufen, ihr Alter nicht mehr dauerhaft verbergen: Ein neues Energieetikett kennzeichnet in Deutschland jetzt nach und nach die Bestandsgeräte. Wie beim EU-Energielabel weist die Farbe Rot auf ein ineffizientes Gerät hin.

So sieht das Effizienzlabel für alte Heizkessel aus. Die grünen Bereiche zeichnen wie beim EU-Label besonders effiziente Geräte aus.

Die Einteilung reicht von E bis A++, farblich entsprechend von Rot bis Grün. Die Stufen E bis C bezeichnen ineffiziente und veraltete Anlagen wie mit Gas und Öl betriebene Niedertemperatur- und Standardkessel. Mit grüner Farbe oder der Bezeichnung A++ dürfen sich besonders effiziente Kessel schmücken sowie Anlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Die neuen Labels gelten ausschließlich für Deutschland und sind nicht mit den europaweit gültigen EU-Labels identisch. Letztere klassifizieren bereits seit September neue Heizungsanlagen und Warmwasserbereiter. Sie geben dennoch einen deutlichen Hinweis auf die Effizienz der Anlage.

Nützen kann die Klassifizierung beispielsweise bei einem geplanten Immobilienkauf. Die Interessenten erfahren bei der Hausbesichtigung ehrlich und ungefragt das Alter der Anlage. Vor allem soll das Etikett jedoch Hausbesitzern und -besitzerinnen den Effizienzstatus ihrer Heizung vor Augen führen und zum Austausch anregen. Ein mehr als 15 Jahre altes Gerät ist energetisch nicht mehr fit für die Zukunft. Es empfiehlt sich, in diesem Zusammenhang immer eine professionelle Gebäudeenergieberatung in Anspruch zu nehmen. Denn der Verbrauch an Heizenergie hängt nicht nur von der Effizienz des Wärmeerzeugers, sondern auch vom energetischen Zustand des Hauses ab.

Anbringen dürfen das kostenlose Label seit Jahresbeginn Schornsteinfeger, Heizungsinstallateure und bestimmte Energieberater; ab 2017 wird die Etikettierung Pflicht. Bis zum Jahr 2022 werden sich deutschlandweit rund 13 Millionen alter Heizkessel in den Ruhestand verabschieden. Sie sollten gegen neue, hocheffiziente ausgetauscht oder durch den Anschluss an ein Nah- oder fernwärmenetz ersetzt werden. Deutsche Heizungsanlagen bringen es durchschnittlich auf ein Alter von 17,6 Jahren. Etwa 35 Prozent sind sogar älter als 20 Jahre. Aktuell werden zwei Drittel der Geräte den ineffizienten Bereichen C bis E zugerechnet.

Bei der unabhängigen Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH erhalten Privatleute, Kommunen, Vereine und Unternehmen detaillierte Auskunft zu allen Themen rund um die energetische Gebäudesanierung. Die Erstberatung ist kostenlos.
Kontaktdaten:
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
79539 Lörrach
Tel.: 07621 161617-1
Fax: 07621 161617-9
E-Mail: info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Weiterführende Links

Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi):
Neues Energielabel für alte Heizungen
Presseinformation des BMWi vom 15. November 2015
Flyer zum Bestellen und zum Download

Donnerstag 21. Januar 2016

Presseinformation der Energieagentur Landkreis Lörrach zum Thema Neuerungen für 2016 bei energetischem Bauen und Sanieren

Finanzspritze für den Heizungstausch
Höhere Anforderungen an Neubauten / Förderung auch für Lüftungsanlagen

Welche Fördergelder können private Hauseigentümer 2016 für eine energetische Sanierung beantragen? Welche Gesetze und Vorschriften, die die Energieeffizienz von Gebäuden betreffen, sind mit Beginn des neuen Jahres in Kraft getreten?
Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

Den Energiebedarf von Gebäuden minimieren und möglichst umfassend erneuerbare Energien nutzen: Das politische Ziel in Deutschland ist ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050. Das lässt sich nur durch die Dämmung der gesamten Gebäudehülle und den Einsatz von effizienter Anlagentechnik erreichen. Die folgende Übersicht stellt dar, welche neuen Vorschriften, Gesetze und Förderkonditionen für die Sanierung bestehender Gebäude sowie für Neubauten gelten:

Fördermittel für Heizungsanlagen und Lüftung
Wer seine mit fossilen Energieträgern betriebene Heizungsanlage gegen eine besonders effiziente Anlage – etwa eine Wärmepumpe – tauscht, kann jetzt Fördergeld über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bekommen. Bedingung: Das Heizsystem muss im Ganzen von einem Fachmann optimiert werden. Gleiches gilt für den Einbau einer Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Bauherren, die selbst finanzieren, bekommen für diese sogenannten Heizungs- oder Lüftungspakete von der KfW-Bank einen Investitionszuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 7.500 Euro pro Wohnungseinheit. Kreditnehmer können einen Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent erhalten, pro Wohnungseinheit maximal 6.250 Euro. Eingeplant sind dafür im neuen Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) der Bundesregierung 165 Millionen Euro, die sich über drei Jahre verteilen.

Weitere Informationen:
BAFA
KfW-Bank

Höhere energetische Anforderungen an Neubauten
Neu errichtete Wohn- und Nichtwohngebäude unterliegen seit dem 1. Januar 2016 strengeren Standards. Laut der Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014 liegt die Obergrenze für den zulässigen Gesamtenergiebedarf von Neubauten 25 Prozent unter der bisherigen. Gemeint ist dabei der Primärenergiebedarf. Strom und Wärme, die aus erneuerbaren Quellen stammen, bleiben rechnerisch außen vor. Um 20 Prozent niedriger muss seit 1. Januar der Wärmeverlust durch die Gebäudehülle sein. Fassade, Kellerdecke und Dach müssen also entsprechend gedämmt sein und die Fenster höchsten Standards entsprechen.

Weitere Informationen:
enev-online.de

EU-Energielabel für alle Heizkessel

Bereits seit September vergangenen Jahres ist es obligatorisch, neue Heizkessel mit dem EU-Energielabel auszustatten, das etwa Kühlschränke oder Fernseher bereits seit Jahren tragen. Seit Jahresbeginn können Schornsteinfeger, Installateure oder Energieberater nun auch alte Anlagen entsprechend kennzeichnen. Das Labeling ist kostenfrei und zunächst freiwillig. Es gilt für Heizkessel mit bis zu 400 Kilowatt Leistung, die älter als 15 Jahre sind. Ab 2017 wird die Kennzeichnung Pflicht.

Förderstufen für KfW-Effizienzhäuser ändern sich

Im Programm „Energieeffizient Bauen“ passt die KfW-Bank ihre Förderbedingungen zum 1. April dieses Jahres an. Sie folgt damit den neuen Anforderungen der EnEV. Entfallen wird die Förderung für das jetzige KfW-Effizienzhaus 70, da dieses dann dem gesetzlichen Mindeststandard entspricht. Stattdessen wird die Stufe Effizienzhaus 40 Plus eingeführt. Bei diesem muss ein Teil des Energiebedarfs unmittelbar am Haus erzeugt und gespeichert werden.

Tipp:
Strompreis an der Börse sinkt – Verbraucher profitieren nicht
Obwohl die Preise an der Strombörse voraussichtlich auch in diesem Jahr sinken, geben viele Stromanbieter die Entwicklung nicht an Ihre Kunden weiter. Bisweilen steigen die Preise sogar. Bei einer Preiserhöhung gilt für den Kunden immer ein Sonderkündigungsrecht. In jedem Fall kann es sich finanziell lohnen, die Angebote verschiedener Energieversorger zu prüfen.

Strompreise vergleichen:
www.verivox.de
www.steckdose.de
www.stromsparer.de
www.toptarif.de

Kompetente, von Anbietern unabhängige Beratung rund um das energetische Sanieren erhalten Hausbesitzer bei der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Hier gibt es auch Ankunft zu relevanten Förderprogrammen und zum Stromsparen.

Kontaktdaten:
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
79539 Lörrach
Tel.: 07621 161617-0
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Montag 14. Dezember 2015

Presseinformation der Energieagentur Landkreis Lörrach zum Thema Sanierungsfahrplan BW

Klimafreundliches Wohnen strategisch planen:
Land zahlt Zuschuss zum Sanierungsfahrplan
Bis zu 500 Euro pro Gebäude / Erfüllungsoption fürs EWärmeG

Zum Bild: Wer sein Haus klimafreundlich umbauen will, sollte zunächst einen Sanierungsfahrplan erstellen lassen. Die Landesregierung zahlt dafür einen Zuschuss.

Eine systematische Planung ist das A und O bei der energetischen Sanierung einer Immobilie. Mit bis zu 500 Euro unterstützt das Land Baden-Württemberg seit Kurzem Gebäudebesitzer, die einen Sanierungsfahrplan erstellen lassen. Und wer später seine Heizungsanlage austauscht, erfüllt mit dem Dokument zumindest teilweise die Anforderungen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG).

Rund 70 Prozent der 2,3 Millionen Gebäude im Land sind vor 1977 gebaut worden. Das war das Jahr der ersten Wärmeschutz-Verordnung. In schlecht gedämmten Gebäuden mit alten Heizungsanlagen geht eine Menge Energie ungenutzt verloren. Eine Sanierung spart dauerhaft Energiekosten, und zwar bis zu 80 Prozent. Sie erhöht zudem den Wohnkomfort, schützt die Bausubstanz und trägt damit zum Werterhalt bei.

Sanierungsfahrplan als strategische Grundlage

Vor einer energetischen Sanierung sollten kostenbewusste Eigentümer stets einen Sanierungsfahrplan erstellen lassen. Denn der Umfang, die Reihenfolge und die Kombination der optimalen Sanierungsschritte sind für jedes Gebäude individuell. Um den gewünschten Einspareffekt zu erzielen, muss technisch alles passen. Der Sanierungsfahrplan betrachtet das Gebäude in seiner energetischen Gesamtheit.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Methodik und die Inhalte des Sanierungsfahrplans gesetzlich definiert sind. Das sorgt für eine hohe Qualität der Beratung. Der durchführende Energieberater bezieht alle Elemente wie den baulichen Wärmeschutz sowie Heizung, Kühlung und Trinkwassererwärmung in die Bewertung ein. Auch der angestrebte Zielzustand wird berücksichtigt. Am Ende hat der Hausbesitzer eine konkrete Sanierungsstrategie an der Hand, die er in einem Schritt oder auch nach und nach umsetzen kann.

Kosten und Zuschuss

Die Kosten für einen Sanierungsfahrplan liegen für ein Ein- oder Zweifamilienhaus bei rund 800 bis 1.000 Euro. Davon steuert das Umweltministerium 200 Euro bei. Für Mehrfamilienhäuser erhöht sich der Zuschuss ab der dritten Wohneinheit um 50 Euro pro Wohneinheit. Bis zu 50 Prozent der Beratungskosten und insgesamt maximal 500 Euro werden erstattet. Für 2015 und 2016 stehen dafür zusammen eine Million Euro bereit. Bis zum Ende des Förderprogramms 2020 hat das Land 4,6 Millionen Euro eingeplant.

Erfüllungsoption fürs EWärmeG

Nach dem Austausch eines Wärmeerzeugers, also zum Beispiel des Heizkessels, müssen laut EWärmeG 15 Prozent der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Diesen Vorgaben können Hauseigentümer mit einer großen Bandbreite von Erfüllungsoptionen gerecht werden. Eine davon ist der Sanierungsfahrplan: Legt der Besitzer eines Wohngebäudes einen Sanierungsfahrplan vor, reduziert sich der Pflichtanteil von 15 auf zehn Prozent. Bei Nichtwohngebäuden wird ein Sanierungsfahrplan sogar zur vollständigen (ersatzweisen) Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben des EWärmeG anerkannt.

Hausbesitzer, die einen Sanierungsfahrplan erstellen lassen wollen, können sich an die unabhängige Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH wenden. Deren Fachleute beraten neutral zu allen Themen rund um die energetische Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden und auch zum Stromsparen.

Kontaktdaten:
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH, Marktplatz 7, 79539 Lörrach
Tel.: 07621 161617-0
Fax: 07621 161617-9
E-Mail: info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Weiterführende Links
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg:
Förderprogramm Sanierungsfahrplan
Presseinformation Sanierungsfahrplan
EWärmeG

Montag 07. Dezember 2015

Pressemitteilung zur Vergabe einer Kompetenzstelle für Energieeffizienz

Energieagentur Landkreis Lörrach wird Kompetenzstelle für Energieeffizienz
Das Land Baden-Württemberg hat in einer Prämierungsveranstaltung die Trägerorganisationen für zwölf regionale Kompetenzstellen des Netzwerkes Energieeffizienz (KEFF) ausgezeichnet.

Die Energieagenturen Landkreis Lörrach und Kreis Konstanz wurden dabei als Konsortium vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg in der Region Hochrhein-Bodensee ausgewählt.

Die gesamte Pressemitteilung lesen Sie bitte hier.

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