Umweltbildung für Geflüchtete

Die Integration Geflüchteter in den Alltag vor Ort bringt eine Vielzahl von Herausforderungen für die Geflüchteten und die aufnehmenden Kommunen mit sich. Klimatische Bedingungen, Technik und gesellschaftliche Konventionen unterscheiden sich teils deutlich von denen der Herkunftsländer. Dies äußert sich teilweise in sozialen Spannungen und Missverständnissen, insbesondere aber in sehr hohen Wasser-, Abfall- und Energiekostenrechnungen.

Für die aufnehmenden Kommunen bedeutet dies Mehrkosten in der Erstaufnahme. Geflüchtete in der Anschlussunterbringung müssen die Kosten im eigenen Wohnraum selbst tragen und sind häufig bei der Jahresendabrechnung mit hohen Nachforderungen konfrontiert. Das Projekt „Ressourcenschutz im Alltag – Geflüchtete als MultiplikatorInnen“ greift diese Problematik auf, indem es das Thema Ressourcenschutz – und damit unmittelbar auch Kosteneinsparungen – in einem mehrstufigen Bildungsprogramm behandelt. Die Geflüchteten werden somit für das Thema sensibilisiert und angeregt, Lösungsansätze zu finden.

Das Projekt „Ressourcenschutz im Alltag – Geflüchtete als MultiplikatorInnen“ wurde im Herbst 2018 und Frühjahr 2019 in Kooperation mit der Stadt Rheinfelden durchgeführt. Es wurden im Rahmen der Schulung acht Ressourcenscouts ausgebildet. Diese geben in aufsuchender Beratung anderen Geflüchteten konkrete Handlungsmöglichkeiten an die Hand, um so hohe Wasser-, Abfall- und Energiekostenrechnungen zu vermeiden und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Eine weitere Begleitung der Scouts in ihrer Arbeit als MultiplikatorIn durch die Energieagentur ist geplant.

Einen Presseartikel zum Thema finden sie hier. Auch der Radiosender SWR 4 Südbaden hat über das Projekt berichtet. Den Mitschnitt des Berichts (© Südwestrundfunk 2019) finden Sie hier.
Die Schulungsunterlagen finden Sie hier. Sie sind unter Angabe der Quelle gerne verwendbar.

Unter anderem hat das Projekt die Weiterverbreitung bzw. Adaption der Schulung durch andere Kommunen zum Ziel. Bei Interesse können Sie sich gerne an Franziska Kennemann wenden. Sie ist über franziska.kennemann[at]energieagentur-suedwest.com oder telefonisch unter +49 7621 161617-3 erreichbar.

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